> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 11. Oktober 2002
 

Jugend will Raum

Ortschaftsrat von Walbertsweiler ist Wunsch aufgeschlossen

Walbertsweiler (fah)  Mit einer Unterschriftenliste haben sich 32 Jugendliche aus Walbertsweiler an den Ortschaftsrat gewandt. Sie wollen im künftigen Dorfgemeinschaftshaus einen Treffpunkt für sich haben. Der Ortschaftsrat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, die jungen Leute bei ihrem Vorhaben, einen eigenen Raum einzurichten, zu unterstützen.

Den Frühzug verpasst haben die 32 jungen Bittsteller bei der Suche nach einem Jugendraum zum Reden und Spielen. Versperrt ist ihnen der Zugang zum demnächst gebauten Dorfgemeinschaftshaus Walbertsweiler. Sämtliche Räumlichkeiten, die einmal zur Verfügung stehen werden, sind bereits an die Vereine vergeben. Dass die mit einer Unterschriftenliste an den Ortschaftsrat herangetretenen Jugendlichen, alle jünger als 18 Jahre, doch noch einen Anschluss finden, dafür haben sich die Räte in ihrer jüngsten Sitzung wohlwollend ausgesprochen.

"Warum kommt Ihr erst jetzt, nachdem das Dorfgemeinschaftshaus voll ist?" Das war die erste Frage, die Ortsvorsteher Franz Bosch an die Abordnung der Jugendlichen stellte, die zur Sitzung des Ortschaftsrats gekommen war. Die jungen Leute suchen einen Platz im Ort, um sich zu treffen. Bisher treffen sie sich auf der Straße beim 

Buswartehäuschen am Pfarrhaus. Hier, im noch nicht benutzten Obergeschoss, würden sie jetzt gerne ihr Winterquartier aufschlagen. Einer der Gründe, warum die Jugendlichen sich auf die Suche nach einem Dach über dem Kopf machen, sind die Beschwerden von Anwohnern über von den Jugendlichen verursachte Lärmbelästigungen. Im Ortschaftsrat versprachen die Sprecher der Jugendlichen, selbst Hand anzulegen bei der Einrichtung und Pflege des Raums, den sie sich von der Gemeinde Wald erhoffen. Sofort nach Eingang des Schreibens habe er sich, so der Ortsvorsteher, bei den Verantwortlichen für Jugendfragen in Ostrach, Mengen, Meßkirch und Sigmaringen umgehört, wie dort die Jugendlichen untergebracht sind. Sollte in Walbertsweiler eine Bleibe gefunden werden, was nach einhelliger Meinung der Räte schwer sein wird, müsste für die noch nicht geschäftsfähigen Antragsteller ein bestellter Mitarbeiter gefunden werden. Am besten wäre es für Bosch, wenn sich jemand aus dem Familienkreis der Jugendlichen zu dieser Aufgabe bereit erklären würde. Der allerdings, meinte Georg Moser, stehe auch in strafrechtlicher Verantwortung. Deshalb werde es wohl sehr schwierig werden, jemanden zu finden, der die Betreuung übernimmt.


 
 

Falco Hahn, Südkurier Pfullendorf, 11.10.2002

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