> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 13. November 2003
 

Brückeler mit dabei

Neue Fasnachtsfigur aus der Taufe gehoben

Wald  (rau) Eine neue Fasnetsfigur wird nächsten Februar bei den Umzügen ihre närrischen Scherze treiben: Der Walbertsweiler Brückeler.

"Die Brückeler, die Brückeler, die ziehet an dem Giekeler, die ziehet durch des Bautzehaus und ziehn die alte Bauzin raus" werden die 15 lustigen Gesellen im buntbestickten braunen Häs singen, an der einen Hand eines der 22 mitwirkenden Kinder, in der anderen ein Holzbrückele oder einen "Gummigiekeler".

Seit drei Jahren wurde über eine neue Figur nachgedacht, erzählt die Vorsitzende der Brückeler, Ina Jerg. Beim Fanfarenzug, der Fastnachtsgruppe des ansässigen Vereins zur Brauchtumspflege mitlaufen zu wollen, bedeute regelmäßiges Üben. Der Brückeler solle es jetzt Fasnetsfreunden mit Kindern bei weniger Zeitaufwand auch ermöglichen, in der fünften Jahreszeit Schabernack zu treiben und bei den Umzügen dabei zu sein.

Die Idee der Brückeler ist nicht neu: Schon 1957 wurde der Brückeler angedacht. Aus dieser Zeit stammt auch der schwäbische Schlachtruf, in dem der Spitzname einer ansässigen Familie veräppelt wird. Umgesetzt wurde die Figur damals nicht, weil letztendlich niemand das Projekt in die Hand nahm.

Dabei ist der Brückeler eine Figur mit lokalgeschichtlichem Hintergrund: Nachgestellt werden dabei die ehemaligen Anwohner der Bachstraße. Mangels Kanalisation waren diese früher immer mit

Die "Brückeler" werden in Zukunft während der Fasnacht durch Walbertsweiler ziehen. 
Bild: Rau

einem kleinen Brettle in der Hand unterwegs, das sie als "Brückle" über den Bach legten.

Die Brückeler gehören als eigene Gruppe dem Verein zur Brauchtumspflege Walbertsweiler an, teilweise werden nun Fanfarenzug und Brückeler zusammen auf Umzügen zu sehen sein. Wer Interesse hat, bei den Brückelern mitzumachen, kann sich bei Ina Jerg unter 07578/9131 melden.


 
 

Rau, Südkurier Pfullendorf, 13.11.2003

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