> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 24. Februar 2003
 

"Mohrenküsse" vom Schultes

Nachtumzug mit 38 Gruppen - Verein zur Brauchtumspflege hatte eingeladen

 

Wald (bei) "Heidi, Heidi..." schallte es am Freitagabend immer wieder durch die Zehn-Dörfer-Halle. Spätestens jetzt wusste wohl jeder Bescheid: Der Fanfarenzug Walbertsweiler hatte zum Zunftmeisterempfang geladen. Heidi, das ist Heidi Fischer, die beliebte und weithin bekannte Vorsitzende des Vereins zur Brauchtumspflege - kurz VzB-Walbertsweiler. Sie begrüßte die Abordnungen der Gruppen und Zünfte, die sich anschließend am Nachtumzug beteiligten.

"Indien" war in diesem Jahr das Thema, das sich die Organisatoren für dem Empfang ausgedacht hatten. Und indisch gaben sich auch die sechs Trommlerfrauen des Fanfarenzuges, die sich um das leibliche Wohl der Narren kümmerten - in echten Saris, frisch importiert. Unter der Anleitung von Margarete Geist, die drei Jahre in Indien lebte, wurden die aus sieben Meter Seide bestehenden Kleidungsstücke auch fachgerecht angelegt. Das närrische Volk war beeindruckt.

Musikalisch wurde es vom "Trio di capella" Gerhard und Wolfgang Löffler sowie Heidi Fischer begrüßt. 38 Gruppen hatten ihr Kommen zum achten Nachtumzug in Wald zugesagt.

Hinter der Maske eines Mohrs verbarg sich Bürgermeister Werner Müller. Wie er bekannte, ging es ihm nur darum "Negerküsse" zu verteilen. Nachdem die Vorsitzende versprochen hatte "wer nix schwätzt kriagt an Schorle extra", verlief die Vorstellung der einzelnen Gruppen zügig und mit meist wenigen Worten, manchmal auch singend.

 

In Saris überraschten die Trommlerfrauen die närrischen Abordnungen. Vorne Heidi Fischer, Vorsitzende des VzB Walbertsweiler. 

Bei/Bild: Beicht

Am Rathaus hatten sich derweil die restlichen Narren zum Umzug aufgestellt. Die Strecke bis zur Halle säumten einige tausend Zuschauer, die all die Fanfarenzüge, Schalmeiengruppen, Guggenmusiken, Hexen, Geister und anderen Hästräger grüßten.

Wie üblich endete der Zug in einer riesigen Monsterdisco in der Zehn-Dörfer-Halle. Wohl auch dank der 40 Sicherheitskräfte, die vom Veranstalter eingesetzt wurden, verlief die Nacht in Wald relativ ruhig, abgesehen von einigen Zwischenfällen, die die Polizei zu vermelden hatte.

 


 
 

Frau Beicht, Südkurier Pfullendorf, 24.02.2003

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