> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 19. Januar 2004
 

"Gschafft ischs"

Viel Prominenz bei der feierlichen Eröffnung

 

Walbertsweiler - So viel Prominenz auf einmal hat Walbertsweiler wohl selten gesehen. Als am Freitagabend das neue Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht wurde, kamen neben vielen Bürgermeistern der Nachbargemeinden auch der Erste Landesbeamte Rolf Vögtle und die Bundestagsabgeordnete der CDU, Tanja Gönner, in den größten Walder Ortsteil. Damit würdigten sie die Arbeit der Bürger, deren Gemeinsinn und Zusammenhalt. "Ein Haus für die Gemeinschaft des ganzen Dorfes ist hier entstanden", sagte Bürgermeister Werner Müller.

Einen Meilenstein in der Geschichte der ganzen Gemeinde stelle dieser Abend dar, sagte Müller weiter. Für die Bürger des Ortsteils Walbertsweiler erfülle sich damit ein langgehegter Wunsch. Dass an diesem Abend auch viele Worte des Dankes gesprochen wurden, war unerlässlich. Vor allem natürlich an die vielen ehrenamtlichen Helfer, an Architekt Wolfgang Schweikart, an den Gemeinderat für seinen Beschluss, diesen neuen Ortsmittelpunkt zu schaffen, an die Zuschussgeber - fast zwei Drittel der Kosten - und nicht zuletzt an Ortsvorsteher Franz Bosch, den heimlichen Bauleiter, wie Werner Müller ihn bezeichnete.

Bevor Architekt Schweikart den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Werner Müller übergab, ließ er die zehnmonatige Bauzeit nochmals Revue passieren. "Wir standen vor der Aufgabe, ein über 100 Jahre altes Schulgebäude und ein eternitgeprägtes Feuerwehrhaus aus den 70er Jahren mit zeitgenössischer Architektur zu verbinden. Ob die Um- und Neugestaltung in insgesamt 540 Quadratmeter Nutzfläche auch funktioniert, wird die Nutzung zeigen", sagte Schweikart. Auch er lobte die gute

Zusammenarbeit von Bauherr, Fachingenieuren, Handwerkerschaft und den vielen freiwilligen Helfern.

Pfarrer Maurer bat für den Segen des Hauses und überreichte als Geschenk ein Kreuz als Zeichen, das verbindet und wünschte im Namen der Pfarrgemeinde viele schöne Stunden, die die Dorfgemeinschaft hier erleben dürfe. Die Grußworte der Gäste eröffnete Tanja Gönner: "Wir wissen, wie wichtig es ist, gerade im ländlichen Raum solch eine Begegnungsstätte zu haben". Rolf Vögtle, Erster Landesbeamter und Vertreter von Landrat Dirk Gaerte, beglückwünschte die Bürger zu diesem gelungenen Umbau. Auch er betonte die Wichtigkeit eines Dorfmittelpunktes, "wo man sich austauschen kann". Bürgermeister Dr. Heiko Schmid aus Pfullendorf als Sprecher der Verwaltungsgemeinschaft bekannte, dass er unter vier Einladungen an diesem Abend sich für Walbertsweiler entschieden habe, was ihm fast den größten Beifall des Abends bescherte. Launig, mit entsprechenden Kommentaren, verteilte er als Gastgeschenk drei Flaschen in den Farben "schwarz-rot-gold", schließlich befindet man sich im Jahr der Kommunalwahlen.

"Wir wollen unsere Freude kund tun über diese Bereicherung für das Vereinsleben im Ort", sagte Mathias Blum vom DRK und überreichte zusammen mit Heidi Fischer vom Verein zur Brauchtumspflege einen Spendenscheck über 500 Euro für die Anschaffung einer Friteuse.

"Gschafft ischs", konnte schließlich Franz Bosch erleichtert verkünden, der sich die vielen Lobes- und Dankesworte auch im Namen des Fördervereins bedankte. Nun könne man in Walbertsweiler wieder feiern, freute er sich. Ob Fasnet, Familienfeste oder Vereinsfeiern, nun müssen die Bürger nicht mehr "auswandern".

Nach dem offiziellen Teil des Abends feierten die Gäste, bewirtet von den Mitgliedern des Vereins zur Brauchtumspflege und des Fanfarenzuges, der auch die musikalische Umrahmung des Abends übernommen hatte.


 
 

Gudrun Beicht, Südkurier  Pfullendorf, 19.01.2004

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