> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 11. November 2004
 

Finanzen und Feuerwehr

Wenig Zugführer und noch weniger Geld

Walbertsweiler (siv) Bürgermeister Werner Müller macht sich etwas Sorgen über die Tatsache, dass sich in den Reihen der 127 aktiven Feuerwehrmänner nur drei Zugführer befinden. Denn nur aus dieser Führungsebene können Kommandanten beziehungsweise Gesamtkommandanten rekrutiert werden. Problematisch ist auch die Tatsache, dass in der Abteilungswehr Walbertsweiler lediglich Kommandant Bruno Restle ausgebildeter Maschinist ist. Wer bewegt das Feuerwehrfahrzeug, wenn Restle einmal nicht da sein sollte? Ansonsten verfügen die Abteilungswehren, vor allem die jüngeren Feuerwehrleute, über einen hohen Ausbildungsstand, was 19 Truppenführer, zwölf Gruppenführer und 25 Atemschutzträger beweisen.

"Schlechte Zeiten" kündigte Müller bezüglich  der Finanzsituation der Kommune an. Die

Haupteinnahmequelle der klammen Gemeinde, die Schlüsselzuweisungen des Landes, sollen von 816000 Euro für 2004 im kommenden Jahr auf 645000 Euro sinken.

Gleichzeitig rechnet der Walder Bürgermeister damit, nächstes Jahr mit 735000 Euro rund 100000 Euro zusätzlich an Kreisumlage berappen zu müssen, was einer Erhöhung um 5,5 Punkte auf 40,5 Prozent bedeuten würde. Die Nettoeinnahmen der Gemeinde sanken seit 2001 von 771000 Euro auf mickrige 215000 Euro. "Und wir können das Null beeinflussen", klagte Müller, unter dem resignierenden Kopfnicken von Kämmerer Robert Erath, der bereits am Haushalt 2005 bastelt.


 
 

Südkurier  Pfullendorf, 11.11.2004