> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 19. Oktober 2004
 

Blutuntersuchungen gegen Mobilfunk

Bürgerinitiative fordert völligen Verzicht auf neue Sendanlage in Wald

Wald (fah) Nach dem Vermessen der Landkarte von Wald hat die Bürgerinitiative Mobilfunk Wald (BI) den von ihr vorgeschlagenen Standort eines Mobilfunksenders außerhalb des Kernortes Wald, im Forst zwischen Reischach und Hippetsweiler wieder zurück gezogen. Darüber hinaus will sie mit Blutuntersuchungen gegen einen vorgesehenen Standort Front machen.

Nachdem öffentlich wurde, dass nach dem Festsetzen einer Antennenanlage auf einem Hochspannungsmasten auf halbem Weg nach Walbertsweiler durch die Firma Vodafone (D2) nun auch T-Mobile Deutschland eine Mobilfunkanlage (D1) auf ihrem am Rande eines Wohngebietes liegenden Betriebsgelände installieren will, hatte die BI in Abstimmung mit der Gemeinde Wald den ihrer Meinung nach wohnbereichsfreien Alternativstandort vorgeschlagen.

Sollte die D1-Anlage am Ortsrand aufgestellt werden, würde das, so die Walder BI-Mitstreiter Walter Merz, Konrad Nipp und Martin Kuhn in einem SÜDKURIER-Gespräch, eine Strahlenkonzentration mit allen negativen Folgen auf das Bau- und 

Wohngebiet bedeuten, und dazu käme noch eine Verminderung der Immobilienpreise von bis zu 30 Prozent.

Nach genauerem Hinsehen auf die örtliche Geografie hatten die Mitglieder feststellt, dass innerhalb eines 1000 Meter großen Zirkelschlages ein Wohnhaus am Waldrand steht. Damit war für die BI dieser Standort hinfällig und sie lehnt nun grundsätzlich den Bau einer zweiten Mobilfunkanlage in Wald ab. Es sei doch so, dass bereits jetzt überall in Wald mobil telefoniert werden könne, so ein weiteres Gegenargument der BI Wald.

Jetzt will die BI mit härteren Bandagen gegen die ihrer Meinung nach gesundheitsschädlichen Sende- und Empfangsanlagen vorgehen. Die Überlegungen gehen dahin, Leute zu finden, die bereit sind, sich zwei Mal Blut abzapfen und untersuchen lassen, einmal vor dem Aufstellen und nach der Inbetriebnahme einer Mobilanlage. Sollte sich das Blutbild dieser Probanden nach einer Inbetriebnahme deutlich verschlechtert haben, dann könne gerichtlich gegen den Betreiber vorgegangen werden, hieß es.

 


 
 

Falko Hahn, Südkurier  Pfullendorf, 19.10.2004

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