> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 21. Oktober 2004
 

Ortsvorsteher als Hallenwart

Diskussion um Aufgaben

Wald (bei) Gehört es zu den Aufgaben der Ortsvorsteher, sich um die Bewirtschaftung der Dorfgemeinschaftshäuser zu kümmern? Darum ging es im Gemeinderat, speziell um die Häuser in Walbertsweiler und Sentenhart. "Bisher ist der Ortsvorsteher auch Hallenwart, nur die Reinigung ist an eine Firma vergeben", erläuterte Bürgermeister Werner Müller. Die Ortsvorsteher kümmern sich um Organisation von der Belegung der Halle bis zur Endkontrolle, dies nehme schon mal zweieinhalb Stunden in Anspruch.

Aktuelles Beispiel ist Walbertsweiler, wo Ortsvorsteher Franz Bosch diese Arbeiten lieber in andere Hände geben, oder aber eine Vergütung von 780 Euro im Jahr haben möchte. Dieser Betrag könne aber nur über die Nutzungsgebühr verrechnet werden, betonte Müller. Dagegen wehrte sich Siegfried Keller (CDU): "Die Umlegung der Gebühr führt dazu, dass die Häuser irgendwann leer stehen und wir sie umsonst gebaut haben".

"Es beginnt mit der Anfrage und dem Anschauen des Saales", erläuterte Franz 

Bosch. Weiter gehe es am Freitagabend mit der Übergabe und Erklärung der Geräte, meist eine weitere Einführung in die Küche am Samstag. Und dann folge das, was die  rund zweieinhalb Stunden Aufwand ausmache: Die Übergabe am Sonntagmittag mit Durchgang durch das Gebäude sowie das Zählen von Geschirr und Besteck, und das fast jedes zweite Wochenende.

"Das gehört zu den Aufgaben eines Ortsvorstehers, die Dorfgemeinschaftshäuser auf Vordermann zu halten", meinte Ernst Stadler (CDU). Der Sentenharter Ortsvorsteher Hans Nipp unterstrich die Aussagen von Franz Bosch: "Es macht schon viel Arbeit und es fehlt immer was". Auch er sah es als nicht ganz gerechtfertigt, dass das Gehalt gekürzt wurde, aber immer mehr Leistung verlangt wird.

Auf den Vorschlag von Bürgermeister Müller, die anfallenden Kosten auf den Nutzer umzulegen entgegnete Frank Halmer (FWV), dass man erst einmal suchen solle, ob sich jemand freiwillig dafür meldet. Dem schloss sich das Gremium an.


 
 

Südkurier  Pfullendorf, 21.10.2004