> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 24. Februar 2004
 

Funkelaugen und Sprüche

 Zunftmeisterempfang der Stegstrecker in Pfullendorf

Pfullendorf (siv) Schloft dr Haufa?" Spätestens nach dem Weckruf des Fanfarenzuges Walbertsweiler waren die ehrenwerten Zunftmeister- und innen oder ihre Stellvertreter wieder hellwach. Fast vier Dutzend Vertreter von Zünften, Musikkapellen und Gruppen wurden gestern beim traditionellen Empfang von Stegstreckerchef Karl Fehrenbach aufgerufen, um Dankesworte und Geschenke an die Gastgeber zu verteilen. Besonders hell funkelten seine Augen, wenn sich weibliche Repräsentanten dem Podium näherten. Dann durfte der Zunftmeister neben dem obligatorischen Orden noch Küßchen verteilen. Viel Stärkendes in Form von Hochprozentigem oder kalorienreichen Würsten stapelte "Narrenmutter" Heinz Kühnlenz auf. "Die nächste Weihnachtsfeier ist gesichert". Mehrere Zünfte, so die Hippetsweiler, verzichteten auf ein Geschenk an die "armen Stegstrecker", wie Kämmerer Manfred Moll die Zunft bezeichnete, und übergaben stattdessen einen Geldbetrag für eine soziale Einrichtung. Von den Rengetsweiler Vollmondmusikanten gabs eine Tüte dummer Sprüche dazu, und die

"Schmiered de Kare, s guitsched scho"! Die Vertreterinnen des Fanfarenzuges Walbertsweiler sorgten beim gestrigen Zunftmeisterempfang im alten Bürgersaal für Stimmung. 
Bild: Volk

Kehlbachfrösche stellten gar eine Forderung: 300 Euro für einen ein Meter großen Denkmalsfrosch. Dass einige Zunftvertreter angesichts des Schneechaos nicht rechtzeitig den Weg nach Pfullendorf gefunden hatten, war auch nicht schlimm. Umso eher konnte man mit der Ausgabe des schmackhaften Eintopfes beginnen, der von den Trachtenfrauen und -männern verteilt wurde.


 
 

Siegfried Volk, Südkurier Pfullendorf, 24.02.2004

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