> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 16. Februar 2004
 

42 Gruppen dabei

 Beim Empfang und Nachtumzug in Wald

Wald/Walbertsweiler (bei) "I frei mi, dass ihr do seid, nur mit eich könnet mir so an fantastische Omzug mache", rief Heidi Fischer, Vorsitzende des Vereins zur Brauchtumspflege Walbertsweiler den närrischen Gästen zu. In der Zehn-Dörfer- Halle war zum obligatorischen Zunftmeister- und Dirigentenempfang geladen, dem fast alle Vertreter der 42 teilnehmenden Gruppen folgten. Darunter waren über 20 Fanfarenzüge, Schalmeienkapellen und Guggenmusiken.

"Aprés Ski", war das Motto des Empfanges, den die "Trommler-Mädle" wieder mit viel Liebe vorbereitet hatten. Drei Tage hatten Melanie, Sonja, Sabine, Steffi und Heike geschuftet und den Raum in weiß-blau-silber gehüllt und eine "coole" Atmosphäre geschaffen. Geschunkelt wurde zur Musik von Wolfgang und Gerhard Löffler.

Nachdem sie Bürgermeister Werner Müller - in diesem Jahr im neuen Hexenhäs - den "Versammlungs-Pflichtorden mit Kuss" überreicht hatte, wandte sie sich dieser an das närrische Volk: "Ich möchte es heute kurz machen, weil es Jahr für Jahr eigentlich niemanden interessiert, was ich hier schwätz!" Was mit viel Applaus bedacht wurde.

Mit launigen Worten ging die Begrüßung weiter, galt doch wie in jedem Jahr die Regel: "Wer nichts sagt kriagt an Schorle, 

Super Stimmung beim Zunftmeisterempfang des VzB Walbertsweiler beim 9. Nachtumzug in Wald.
Bild: Beicht

wer aber etwas singt kriagt zwei". Einige Mutige wagten sich dann doch an Regel Nummer 2, denn ein Lied darf bei diesem Empfang nicht fehlen: "Heidi". Deren stetiges Ermahnen: "Wenn ihr net so laut wäret, müasst i net so viel schwätza", fruchtete wenig. Die Stimmung stieg und nur das von Koch Marko kredenzte und den Trommler- Mädle servierte Schnitzel im Weckle, konnte die "Mäuler" vorübergehend stopfen.

Pünktlich um 20 Uhr setzte sich dann beim Rathaus der Umzug in Bewegung. Hexen und Geister, Teufel und andere gar grauslige Gestalten zogen durch das nächtliche Wald, begleitet von den Klängen der Musikgruppen, die den Narren und die vielen Zuschauer am Straßenrand einheizten. Alles endete in einer großen Party in der Zehn-Dörfer-Halle, die erst weit nach Mitternacht endete.


 
 

Gudrun Beicht, Südkurier Pfullendorf, 16.02.2004

nach oben