> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 21. Juli 2005
 

Vier Wochen "Halligalli"?

WM-Pläne im DGH

Walbertsweiler (fah) Zwei Sportsmänner aus Walbertsweiler wollen während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) von Walbertsweiler als Sportstudio mit Bewirtung und angeschlossenem Barbetrieb mieten. Das gab Ortsvorsteher Franz Bosch unlängst in der Ortschaftsratsitzung bekannt und stieß dabei vorwiegend auf Kopfschütteln und Bedenken seitens der Ortschaftsräte. Jeden Tag von 16 Uhr bis 1 Uhr nachts und dies bis zum Endspiel, so die Antragsteller, soll das Haus geöffnet sein. Die potenziellen Mieter rechnen täglich mit 50 bis 80 Fans. Die Miete soll dem Gewinn entsprechen. Für Bosch war klar: "So geht es nicht. Die Gemeinde geht sicher nicht darauf ein", habe er den Beiden gesagt. Daraufhin seien sie bereit gewesen,

für die vier Wochen Öffnungszeit 2500 Euro Miete zu bezahlen.

Sollte die Gemeinde dem nicht zustimmen, dann würde einfach ein Festzelt aufgebaut. Dies wurde als unverblümte Drohung aufgefasst. Aus der Runde wurde eingeworfen, dass es nur eine Schankerlaubnis für vier Tage gebe, die Antragsteller müssten einen Gastronomie- beziehungsweise ein Konzessionsantrag stellen. Vier Wochen "Halligalli" in Walbertsweiler sei eine gute Idee, aber nicht durchführbar, sagte ein anderes Ortschaftsratsmitglied. Sicher würde es in der Nachbarschaft auch Klagen wegen Nachtruhestörungen geben.


 
 

Falko Hahn, Südkurier  Pfullendorf, 21.07.2005