> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 31. Januar 2005
 

40 Gruppen dabei

 VzB Walbertsweiler: Zehnter Nachtumzug in Wald

Wald (bei) "Ich bin stolz, auch nach zehn Jahren ist die Bude noch voll", freute sich Heidi Fischer, Vorsitzende des Vereins zur Brauchtumspflege (VzB Walbertsweiler) beim Zunftmeister- und Dirigentenempfang in der Zehn-Dörfer-Halle zum zehnten Nachtumzuges in Wald.

Zwei Vereine begrüßte sie besonders herzlich: die Auenbachteufel aus Sentenhart und den Bremer Spielmannszug. Sie haben bisher keinen Nachtumzug versäumt. In gewohnt launigen Worten, ihre närrischen Freunde, aber fest im Griff, hieß Heidi Fischer die Vertreter der 40 teilnehmenden Gruppen willkommen. Darunter hauptsächlich Fanfarenzüge, Guggenmusiken, Schalmeien- und Spielmannszüge, aber auch Narrenzünfte und -vereine.

Viel Lob erhielten die Trommlerfrauen Melanie und Melanie 2, Michaela, Sonja und Sabine, die wieder mit großem Aufwand den Raum in eine Monsterhöhle und sich selber in Hexen verwandelt hatten. Auch sorgten sie dafür, dass die angereisten Narren nicht hungern mussten, und servierten eine von Chefkoch Marko gezauberte, äußerst leckere Suppe in Brotteig. Nach der obligatorischen Schunkelrunde und dem Duo Gerhard und Wolfgang Löffler kamen auch die kommunalen Vertreter zu Wort.

Als Teufel verkleidet, dem Motto dieser Nacht angepasst, verriet Bürgermeister Werner Müller ein Missgeschick, das Heidi Fischer - die nur so tue, als sei sie ein Engel - widerfahren sei. Ortsvorsteher "Dr. Franz Bosch", hatte in seinem Arztkoffer alles dabei, was für einen Notfalleinsatz notwendig war. Denn schließlich ist so ein Nachtumzug "grippemäßig" sehr gefährlich.

Und so verpasste er einigen Narren gleich eine Schluckimpfung, warnte aber auch: "Trinket net zu viel, denn die letzte Flasche, die drauf geht, könntest du selber sein". "Es wird immer schöner", bekannte Fidel Krall, vom FV Wa/Re, Mitstreiter beim Nachtumzug. Die aus Sachsen stammende Ina Jerg, Vorsitzende der "Brückeler", der zweiten närrischen 

Besonders treue Narren: die Auenbachteufel aus Sentenhart und der Bremer Spielmannszug (Mitte)
Auch als "Bruchpiloten" waren die Narren aus Ringgenbach beim Umzug willkommen. 
Bild: Beicht

Gruppe aus Walbertsweiler, verriet was ein Sachse in London sagt, wenn er einen Weihnachtsbaum kaufen will: "A Tännschen please".

Da beim Empfang strenge Regeln gelten: Ein Schorle gibt es für Nichtssagen, zwei für einen Witz und drei für ein Lied, zog sich der Empfang über zwei Stunden hin. Mit dem Lob "Ihr waret saumäßig aständig dieses Joar", entließ Heidi Fischer die Abordnungen zur Aufstellung für den Nachtumzug.

Fast eine Stunde lang bewegte sich der närrische Zug auf dem kurzen Weg von Rathaus zur Halle. So manches "junge Gemüse" und auch "altes" Gemüse" am Straßenrand geriet in die Fänge der Narren, landete auf der Stange der Ledigengesellschaft aus Inzigkofen oder auf der der Bräutlingsgesellen aus Laiz und feierten schließlich bis in die Nachtstunden hinein noch mit den fröhlichen Narren. Allgemeiner Kommentar: "Sche wars wieder".


 
 

Gudrun Beicht, Südkurier Pfullendorf, 31.01.2005

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