> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 14. Juli 2005
 

Bosch bleibt Hallenwart

Ortsvorsteher macht Job weiter

Walbertsweiler (fah) Das Hohelied von der 1150-Jahr-Feier der Erstnennung von Walbertsweiler ist gesungen, jetzt wird es höchste Zeit für die Regelung des Betriebs im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) von Walbertsweiler. In der jüngsten Ortschaftsratsitzung von Walbertsweiler ging es um die Aufsicht und über die eventuelle Bezahlung von Tätigkeiten des Hallenwarts im DGH. Ortsvorsteher Franz Bosch teilte dem Gremium mit, dass der Gemeinderat Wald vor einem halben Jahr die Ortsvorsteher von Sentenhart und seines Ortes beauftragt habe, die jeweiligen Dorfgemeinschaftshäuser zu betreuen. Die damit verbundenen Zeitaufwendungen würden nicht entsprechend entlohnt. Mit der Herabstufung des Gehalts der Ortsvorsteher sei deren Einsicht für solche Arbeiten ziemlich geschwunden. Er habe lange nachgedacht, ob er diese Tätigkeit fortführen wolle. "Ich hänge seit Beginn persönlich an dem Bau, fühle mich ihm verpflichtet. Denn was nützt es mir, wenn mir 30, 40 Euro zustehen würden, das Haus aber nicht mehr genutzt wird? Darum mache ich auch so weiter wie bisher ohne Extrabezahlung." Bosch ist seit der Eröffnung des Hauses dort zuständig für die öffentliche Ordnung.

"Wir vom Ortschaftsrat sollten diese Entscheidung begrüßen und dem Ortsvorsteher unseren Dank für seine löbliche Entscheidung aussprechen", reagierte Matthias Blum dankbar für Boschs Angebot.

Vor und nach jeder Anmietung des Festsaales und seiner Einrichtungen durch Gesellschaften kontrolliert Bosch die benützten Räume, leert auch mal Aschenbecher, achtet darauf, wie die mit der Reinigung beauftragte Fachfirma arbeitet. Da habe er des Öfteren wegen Schludrigkeiten nachhaken müssen. Einmal sei dann die Chefin aus Friedrichshafen nach Walbertsweiler gefahren. Hinterher sei alles tipptopp gewesen.

Er selbst schätze seinen Arbeitsaufwand je Veranstaltung mit 5,5 Stunden ein. In diesem Jahr habe es bereits 22 Festlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus gegeben. Einheimische müssten 150 Euro berappen, auswärtige 300 Euro. Dazu kämen noch 20 Euro an zusätzlichen Kosten. Die würden sich aus den 780 Euro für jährlich anfallende Aufwendungen ergeben.


 
 

Falko Hahn, Südkurier  Pfullendorf, 14.07.2005