> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 21. November 2006
 

Kommandantenwechsel in Wald

Edwin Meßmer löst Egon Erath als Feuerwehrgesamtkommandant ab

Wald-Walbertsweiler (fah) Die Freiwillige Feuerwehr Wald hat mit Edwin Meßmer als Feuerwehrgesamtkommandant und Wolfgang Keller als Stellvertreter eine neue Führungsspitze. Bestätigt wurde Robert Erath als Schriftführer. Sollte heute Abend der Gemeinderat Wald das Wahlergebnis bestätigen, dann sind die Gewählten auf fünf Jahre im Amt.

Bei der Hauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Walbertsweiler konnte Erath, von Bürgermeister Werner Müller verabschiedet, neben den 76 Einsatzkräften auch den Sigmaringer Kreisbrandmeister Michael Hack begrüßen. Nach 25 Jahren ununterbrochenem Fortgangs mit Erath als Kommandant stehe die Wehr jetzt vor einer neuen Zeitrechnung. Die Neuwahlen seien eine ernsthafte Sache, betonte Müller, der als Wahlleiter fungierte. Großen Respekt habe er vor denjenigen, die für die Gemeinde ein solches Amt übernähmen.

Edwin Meßmer wurde in geheimer Wahl mit 63 Jastimmen, zwei Nein-Stimmen und neun Enthaltungen gewählt. Schwieriger gestaltete sich dagegen die Wahl zum Stellvertreter. Als sich Alfred Bohler und Bernhard Häusler eindeutig für Keller aussprachen, ließ dieser sich überzeugen. Das mit viel Beifall begleitete Ergebnis mit 71 Jastimmen gab ihm Recht. In seinen Grußworten konnte Kreisbrandmeister Hack neben 18 Beförderungen drei langjährige Feuerwehrmänner auszeichnen. Ernst Stadler von der Abteilung Sentenhart wurde mit dem Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr ausgezeichnet, Norbert Hübschle aus Wald und Alfred Bohler aus Ruhestetten erhielten das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre.

Die zurückliegenden Termine hatte Schriftführer Robert Erath in seinem Tätigkeitsbericht zusammengefasst. Die Feuerwehr habe 17 Sicherheitsdienste mit 456 Arbeitsstunden bei öffentlichen Veranstaltungen in der Zehn-Dörfer-Halle geleistet. Besucht worden seinen zwei

Die neue Spitze der Feuerwehr Wald: Gesamtkommandant Edwin Meßmer (2. von rechts) und Wolfgang Keller als Stellvertreter. Bürgermeister Werner Müller (links) und Kreisbrandmeister Michael Hack gratulierten.
Bild: Hahn 

Gruppenführerlehrgänge, vier Proben hätten die Atemschutzträger durchgeführt, einer davon im Brandcontainer in Sigmaringen. Die Sondereinsatzgruppe habe drei Proben abgehalten. Eine gemeinsame Probe hätte es in Kappel mit den Wehren aus Wald und Walbertsweiler gegeben. Die Feuerwehren seien im letzten Jahr die Leidtragenden gewesen, als die Angst vor der Vogelgrippe teilweise hysterische Züge annahm, berichtete der Kreisbrandmeister. Einsätze seien in die Höhe geschnellt, zu den 900 normalen kreisweiten Einsätzen habe es 90 Einsätze mit Tierkadaverfunden gegeben.

Mit der Modernisierung der Leitstelle vor einem halben Jahr mit nur einer Besetzung in Sigmaringen werde ein ankommender Überlauf automatisch nach Ravensburg geschaltet. Von dort werde die Alarmierung zu mehr als 90 Prozent wieder in die Kreisstadt zurückvermittelt. Der scheidende Kommandant Erath wünschte sich eine Steigerung von den jungen Feuerwehrleuten, besonders solche im Alter von 16 bis 18 Jahren.


       
  Falko Hahn, Südkurier Pfullendorf, 21.11.2006 nach oben