> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 27. Januar 2006
 

Kommandant tritt zurück

Krach bei Feuerwehr

Walbertsweiler (bei) "Ich habe heute meinen Rücktritt eingereicht." Bruno Restle, Kommandant der Feuerwehrabteilung Walbertsweiler, zog am Donnerstag die Konsequenzen aus einem Streit mit der Gemeinde. Dabei ging es um die Überprüfung von acht Atemschutzflaschen im LF8 der Abteilungswehr. Den Termin dafür hat Restle versäumt, wie Bürgermeister Werner Müller in der jüngsten Gemeinderatssitzung dargelegt hat. Er habe Restle mit Schreiben vom 19. September 2005 aufgefordert, die Flaschen zur Überprüfung nach Albstadt zu bringen. "Nach einigem Hick-Hack", so Müller, sei dies geschehen. Dafür habe Bruno Restle der Gemeinde eine Rechnung über sechs Stunden zu je 30 Euro ausgestellt. Die Feuerwehrentschädigungssatzung der Gemeinde sieht dafür aber lediglich acht Euro pro Stunde vor. Diesen Betrag habe er überwiesen, sagte Müller.

Bruno Restle, der das Amt des Feuerwehrkommandanten seit sieben Jahren 

inne hat, davor war er zehn Jahre  Stellvertreter, beruft sich auf das Feuerwehrgesetz. Darin sind unter anderem auch die Aufgaben des Feuerwehrkommandanten festgehalten: "Er hat insbesondere auf die ordnungsgemäße Ausrüstung, auf die Aus- und Fortbildung der Angehörigen der Feuerwehr und auf die Instandhaltung der Feuerwehrgeräte und -einrichtungen hinzuwirken"

Auf dieses "hinzuwirken" beruft sich nun Restle. Seiner Meinung nach wäre es gar nicht seine Aufgabe gewesen, die Flaschen zur Überprüfung nach Albstadt zu fahren. Sondern vielmehr die der Gemeinde, da die Feuerwehr eine gemeindliche Einrichtung sei. "Mir geht es nicht ums Geld, aber ums Prinzip", sagte Restle, im Gespräch mit dem SÜDKURIER.


 
 

Gudrun Beicht, Südkurier  Pfullendorf, 27.01.2006