> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 11. Januar 2006
 

Führungswechsel steht bevor

 Feuerwehr Sentenhart baut weiter an der Floriansstube

Sentenhart - Die Hauptversammlung am Samstag im Bürgersaal wies wieder einmal auf das gegenseitige Vertrauen in der Dorfgesellschaft hin. Nicht allein das Abhaken der in der Vereinssatzung festgeschriebenen Regularien, das Wiedergeben von Berichten über Geleistetes, über Geld oder das Wahlprozedere, das Danksagen, in Sentenhart ist dieser Abend gelebte Gemeinschaft, Kameradschaft im besten, weil lockeren Sinn. Das zahlt sich dann auch aus. Mit dem Geld der gut gefüllten Kameradschaftskasse wird seit mehr als einem Jahr in freiwilligen Einsätzen das Obergeschoss des Bürgerhauses zu einer Floriansstube ausgebaut.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Der fällt seit längerem auf die Wehr von Walbertsweiler. "Da läuft es, was nicht gut ist, ganz anders rum als in Sentenhart", sagte Kommandant Egon Erath. Lobend äußerte er sich zur Bereitschaft Sonderlehrgänge zu besuchen. Sein besonderer Dank ging an Hubert Friedrich. Dieser habe in einem Zug Lehrgang um Lehrgang bestanden. Eingebettet in die Begrüßung durch den Abteilungskommandanten, einem typisch schwäbischen Abendessen und den Grußworten verlas Martin Stengele die Jahreschronik. Zu den gesellschaftlichen Höhepunkten gehörte das jährliche Sommerfest von Sentenhart wie auch der Jahresausflug. Der Bericht des Kassiers Josef Reisch bestand aus zwei dichten Zahlenwerken, aus der Kameradschaftskasse und der Verabschiedung des neuen Wirtschaftsplans. Die Berichte wurden von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Die Kameradschaftskasse weist bei Ein- und Ausgaben ein Minus von 2450 Euro aus. Wegen der baulichen Ausgaben schreibt auch der Plan des neuen Jahres rote Zahlen. Dank der angesparten Rücklagen können beide Kassen ausgeglichen werden. Für den Ausbau der Floriansstube seien bisher 8500 Euro aus der Kasse entnommen worden.

Nach 17-jähriger Zugehörigkeit als aktiver Wehrmann in der Feuerwehr Sentenhart wurden Manuel Timms Verdienste, der nach Frickingen wechselt, von Abteilungskommandant Johannes Nipp (links) gewürdigt.
Bild: Hahn

Die Wehr müsse sich auf einen Führungswechsel einrichten, meinte Gemeinderat Ernst Stadler, denn nächstes Jahr müsse ein neuer Abteilungskommandant gewählt werden. Vor 35 Jahren habe seine Laufbahn mit dem Eintritt in die Wehr begonnen, jetzt nach 18 Jahren an der Spitze wolle er sein Amt in jüngere Hände legen, hatte zuvor Nipp gesagt.

Nipp machte klar, dass ohne freiwillige Einsätze bei Festen und den damit verbundenen Geldeinnahmen der Ausbau des Vereinslokals nicht möglich gewesen sei. Jetzt bedürfe es eines letzten Kraftakts bis zur Fertigstellung. Als Jungmitglied konnte Nipp den 18-jährigen Robert Stadler mit einem Handschlag begrüßen. Mit Wehmut verabschiedete er Manuel Timm in die Feuerwehr Frickingen. 18 Jahre habe Timm in Sentenhart in der Wehr gedient. Als stellvertretender Bürgermeister richtete Siegfried Keller den Dank der Gemeinde Wald aus.

 


 

Falko Hahn, Südkurier Pfullendorf, 11.01.2006

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