> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 14. März 2006
 

Zwei Vereine in einer Hand

 Peter Greß ist neuer Vorsitzender des FC Walbertsweiler und des FV Walbertsweiler/Rengetsweiler

Überraschung beim Sportverein Walbertsweiler/Rengetsweiler: Bei der Hauptversammlung ist für den scheidenden Vorsitzenden Karl-Heinz Droxner mit großer Mehrheit Peter Greß als Nachfolger gewählt worden. Droxner hatte lediglich mitgeteilt, dass er für das Amt nicht mehr zur Verfügung stehe. Ein Nachfolger stand offiziell nicht fest.

Walbertsweiler (fah) Bei der am Freitag im Vereinsheim des Sportvereins Walbertsweiler/Rengetsweiler (FV WaRe) veranstalteten Hauptversammlung gelang Karl-Heinz Droxner vor ahnungslosem Publikum eine Überraschung. Mitten in seiner von Erfolgen gekennzeichneten Rede machte Droxner den Vorschlag, Peter Greß zum Nachfolger im höchsten Vereinsamt zu wählen. Der bereits vorher die Versammlung des für die Liegenschaften zuständigen FC Walbertsweiler leitende Greß stand da bereits parat, gekleidet in den Vereinsfarben des Doppelvereins. Nach einer langen Sitzung im privaten Kreis mit seinem Vorgänger Fidelis Krall, erklärte Droxner, hätten sie sich auf Greß verständigt, den angerufen und ihm das Amt angeboten.

Die Überraschung vor vollem Haus war gelungen, die offen durchgeführte Wahl unter Wahlleiter/Ortsvorsteher Franz Bosch, bestätigte das Vorhaben, es gab je zwei Enthaltungen und NeinStimmen für Greß.

Einstimmig waren die Ergebnisse für die Stellvertreter Markus Droxner und Ralf Burth, Kassier Alexander Fox, Schriftführer Jürgen Kaufmann sowie für die Beisitzer Fidelis Krall und Karl-Heinz Droxner. Neu gewählt als Kassenprüfer wurden Jürgen Strobel und Alfred Bucher.

Etwas verwirrt zeigte sich Droxner über den Drang vieler Kicker, lieber in der dritten als in der ersten Mannschaft zu spielen. Die sei wohl auch deshalb Meister geworden, was beim Aushängeschild schon seit längerem nicht mehr vorgekommen sei. Die Reserve habe unter Ralf Moser nach einigen Unstimmigkeiten noch den zweiten Tabellenplatz eingenommen.

Voll gegen den bisherigen Vorstand schoss Trainer Daniel Brode. Es sei eine Frechheit, wie dort mit unqualifizierten Bemerkungen seine Arbeit erschwert werde. An die Spieler gerichtet meinte er: "lasst die Köpfe nicht hängen". Mehrere scharfe, am Ende aber selbst wieder abgefangene Bälle gegen das Walder Rathaus schoss auch Greß in seiner Eigenschaft der "Fit-und-Spaß"-Abteilung. Mit spielerischer Freude hätten Kinder und Kindergärtnerinnen des Kindergartens "Abenteuerland" geholfen, den zum 

Fröhlich und guter Dinge zeigen sich auf aufsteigendem Vereinsast die neu gewählten Vorstände des Sportvereins FVWaRe, Ralf Burth, Peter Greß, Jürgen Kaufmann, Artur Fecht, Alexander Fox, Karl-Heinz Droxner, Fidelis Krall und Markus Droxner.
Bild: Falko Hahn

Sportplatz gehörenden Spielplatz zu verschönern. Als der Bürgermeister davon in der Zeitung las, sagte Greß, seien die Erzieherinnen auf dem Rathaus harsch gemaßregelt worden.

Ein zweites Problem voller Missverständnisse mit der Gemeinde liege in der Pflege eines Wäldchens am Rande des Sportplatzes. Ortsvorsteher Franz Bosch klärte die Sachlage auf: Zuständig sei das Fürstliche Forstamt Wald und nicht der Verein. Trotz laufender Investitionen wie die Erneuerung des Vereinsheims und des Sportplatzgeländes, so sagte Greß, konnten die Schulden auf 43000 Euro heruntergefahren werden. Um die Energiekosten zu senken, werde demnächst auf das Vereinsheimdach eine Solaranlage zur Duschwasserbeheizung installiert. Für die Finanzierung der 15000 Euro kostenden Anlage rechne er mit Fördergeldern zwischen 4000 und 7000Euro. Die Kasse, gab Kassier Alexander Fox bekannt, habe trotz hoher Sportbetriebskosten von 31000Euro ein Plus von 2800 Euro. Um den Verein finanziell über Wasser zu halten, betonte der für das Geldscheffeln zuständige Droxner, brauche der Verein regelmäßige Veranstaltungen. Wichtig seien auch die Mitgliedsbeiträge und die Einnahmen der Sponsoren.

Ein großes Dankeschön ging an die Walbertsweiler Rotkreuzler wie auch an die Vereinsmitglieder, die 3000 freiwillige Stunden geleistet haben, wie es hieß. Gut versorgt sei der Verein auch mit drei Schiedsrichtern. Von allen Seiten mit Lob überschüttet wurde Jugendleiter Artur Fecht. Allein und geräuschlos führe er zur Freude aller einen "Verein im Verein".


       
  Falko Hahn, Südkurier Pfullendorf, 14.03.2006

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