> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 19. Mai 2006
 

Das Angebot des Markts in festen vier Wänden

 Marktladen in Allmannshofen hat Dienstag und Freitag geöffnet

Walbertsweiler - Haben Sie schon Eiszapfen?" Wenn die Kunden Maria und Josef Hänsler diese Frage stellen, dann muss es um Ostern herum sein. Wenn das echte Eis und der Schnee dem Frühling weichen, hat der essbare "Eiszapfen" seine kurze Saison. "Das ist das erste Frische im Frühjahr", weiß Maria Hänsler. Knackig zum Vesper schmeckt der kleine Rettich besonders gut, das wissen die Kunden zu schätzen. Der kleine Rettich wird wohl als Zwischenpflanzung in den Gewächshäusern auf der Reichenau gezogen, vermutet das Ehepaar. Das erklärt die kurze Saison.

So wird also der Eiszapfen gerade gerne im Marktladen von Maria Hänsler gekauft. "Wir haben keinen Hofladen!", achtet sie auf die genaue Unterscheidung. Sie bietet also nicht selbst Erzeugtes an. Aber natürlich achten sie und ihr Mann Josef genau darauf, von welchen Anbietern sie ihre Produkte beziehen. Während sie den Laden in Allmannshofen bei Walbertsweiler erst im September eröffneten, gehen sie schon seit einigen Jahren mit einem Stand auf Wochenmärkte. "Die Märkte laufen sehr gut", sagt Josef Hänsler, das habe ihn und seine Frau ermutigt, den Schritt zum Marktladen zu wagen. Also habe man den Laden gebaut, Kühlraum und Lagerräume integriert und im September mit einem Verkaufstag pro Woche begonnen. Mittlerweile hat der Marktladen nicht nur am Freitag, sondern auch am Dienstag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

"Es ist wichtig, dass wir über die Mittagszeit da sind", hat Maria Hänsler mittlerweile gemerkt. Ebenso wie auf dem Wochenmarkt ist es im Marktladen ihr Vorteil, individuelle Mengen abgeben zu können. "Ein Ein-Personen-Haushalt braucht halt vielleicht nur zwei Kartoffeln." Ein weiteres Plus ist die Beratung: "Es ist nun einmal nicht richtig, dass gelber, grüner und roter Paprika gleich schmecken." Maria Hänsler nimmt sich die Zeit und erklärt gerne. "Die Kochsendungen im Fernsehen kommen uns gerade recht", 

So sehen sie aus, die Eiszapfen zum Verzehren. Sie sind das erste Frische nach dem Winter, sagt Maria Hänsler.
Bild:
Gräbner-Reutter

zwinkert sie. Hier wird mit frischen Produkten gekocht, die auch der Marktladen bieten kann.

"Der Verkaufs-Tisch muss immer voll gedeckt sein." Das sei wichtig für die Kundschaft. "Auch die Kundin, die abends kurz vor Ladenschluss noch vorbei kommt, möchte eine gute Auswahl haben", weiß Josef Hänsler. Entsprechend müsse man einkaufen und die Ware vorrätig haben. Dabei kommt ihm seine jahrelange Erfahrung auf den Wochenmärkten zugute.

Hänslers haben in ihrem Sortiment Obst und Gemüse, Südfrüchte und Salate. Es gibt Wurstdosen und dunkles Brot, Honig von hiesigen Imkern und Käse aus dem Allgäu. Die Eier kommen ebenso aus der Region wie die Edelbrände. Bei den Produkten achten sie auf Qualität. Sollte dennoch mal etwas nicht in Ordnung gewesen sein, wird es ersetzt: "Man muss hinter dem Produkt stehen und mit Leib und Seele dabei sein, wenn man es verkaufen möchte", weiß Josef Hänsler. Er ist dankbar für die Unterstützung, die er bei dieser Arbeit von Bekannten und Verwandten bekommt.


       
 

Joseline Gräbner-Reutter, Südkurier Pfullendorf, 19.05.2006

 

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