> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 23. November 2007
 

23660 Konserven retten Leben

DRK Walbertsweiler feiert 40 Jahre Blutspende

Beim jüngsten Spendetermin in der Zehn-Dörfer-Halle Wald hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Walbertsweiler 40 Jahre Blutspende in Wald gefeiert. Zu der jüngsten Aktion kamen 342 Spender, darunter 15 Erstspender. Eine Statistik über die Entwicklung der Blutspendeaktion in Wald, ein Kuchenbuffet und Susanne Kuhn in der Schwesterntracht von 1967 erinnerten an die Anfänge.

Wald - Am 14. November 1967 fand in Zusammenarbeit mit dem DRK Sigmaringen die erste Blutspendeaktion in den Räumen der neuen Schule statt. Aus den 19 Orten des Hauptschuleinzugsbereichs, das sich von Hohenfels bis ins Täle erstreckte, fanden sich 140 Spendenwillige ein. Da das DRK Walbertsweiler noch keine Erfahrungswerte mit den Aktionen hatte, brachte das DRK Sigmaringen die Verpflegung für die Spender mit. Sechs Betten waren in einem Schulsaal aufgestellt, wo vier Stunden lang pausenloser Betrieb herrschte.

Monika Längle aus Walbertsweiler ist im DRK fast von Anfang an dabei und erinnert sich: "Damals waren die Beutel mit Haken ans Bett gehängt. Die betreuende Person am Bett musste die Beutel von Hand schütteln. Zu dieser Zeit waren die Konserven nur drei Wochen haltbar." Auch Leopold Köhler aus Walbertsweiler weiß noch: "Das DRK Sigmaringen half bei der ersten Blutspendeaktion. 123 Konserven konnten damals an das Rote Kreuz weitergeleitet werden." Bei der ersten Blutspendeaktion in Wald wurde außerdem Franz Sauter aus Rengetsweiler als 5000. Blutspender im Kreis Sigmaringen geehrt.

DRK-Bereitschaftsleiterin Gerlinde Schweikart zeigte anhand der Statistik, wie sich die Blutspendeaktionen in Wald entwickelten. Von 1967 bis 1979 war nur ein Mal jährlich Blutspende. Von 1980 bis 1990 wurden die Aktionen verdoppelt. Die gesundheitlichen Empfehlungen entwickelten sich dahingehend, dass von 1991 bis 1996 drei Mal jährlich Blut gespendet werden

Wie beim Blutspendetermin vor 40 Jahren war Susanne Kuhn gekleidet und brachte damit einen Hauch von Nostalgie in den jüngsten Blutspendetermin des DRK Walbertsweiler in Wald.
Bild: Häusler 

durfte. Von 1997 bis heute wird die  Blutspende in Wald vier Mal pro Jahr angeboten.

Die Steigerung der Termine macht sich auch bei den Konserven bemerkbar. 23660 Blutkonserven wurden durch das DRK Walbertsweiler in den 40 Jahren weitergeleitet. Für die Blutspende in Wald spricht auch die liebevolle Versorgung mit Vesper danach. Ferner ermöglicht seit sieben Jahren eine Kinderbetreuung, dass Mütter außerhalb der Stoßzeiten entspannt Blut spenden können. Sie haben die Gewissheit, das die Kinder mit Bastel- und Malaktionen bestens beschäftigt sind. Das DRK Walbertsweiler ist mit den Blutspenderzahlen im Kreis Sigmaringen immer vorne mit dabei und oft sogar Spitzenreiter.

Unter den 15 Erstspendern beim jüngsten Termin war auch die 18-jährige Susanne Lutz aus Hippetsweiler: "Zur Blutspende hat mich bewogen, anderen Menschen mit meinem Blut zu helfen." Das DRK Walbertsweiler dankt der Gemeinde und der Schule für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Ohne dies wäre die Blutspendeaktion in Wald nicht möglich.


       
  Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 23.11.2007 nach oben