> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 28. Juni 2007
 

Helfer üben für den Ernstfall

DRK-Übung in der Quarzsandgrube Rengetsweiler

Rengetsweiler (sah) Viel Betrieb herrschte am Wochenende in der Quarzsandgrube in Rengetsweiler. Nachdem die Jugendrotkreuzgruppen aus Walbertsweiler und Mengen ein Übernachtungsfest mit Nachtwanderung in Walbertsweiler hatten, folgte eine Lagerolympiade. Danach wurde die geplante Großübung in der Quarzsand-Grube vorbereitet und dafür die "Opfer" geschminkt.

Die Walbertsweiler Jugendrotkreuz-Leiterin, Conny Stump, erläuterte den Zuschauern zu Beginn der Schauübung das angenommene Unfallgeschehen: Auf dem Gelände des Kies- und Sandwerks in Rengetsweiler wurde eine Mopedgruppe von einem schweren Unwetter überrascht. Mopedfahrer, die verbotenerweise auf den Sandbergen um die Wette fuhren, wurden von heftigen Orkanböen erfasst, wie auch die nach Brennholz suchenden und umherstehenden Jugendlichen. Innerhalb kürzester Zeit gab es zahlreiche Verletzte.

Nachdem die Rettungsleitstelle den Notruf erhalten hatte, wurde die Ortsgruppe Walbertsweiler des Roten Kreuzes alarmiert, die mit den Jugendrotkreuz-Gruppen sofort ausrückte. Die Schnelleinsatzgruppe aus Mengen, die zufällig in Walbertsweiler an dem Fest teilnimmt, rückt ebenfalls mit aus.

Aufgrund des unübersichtlichen Geländes und der Verschüttungsgefahr in den Sandhügeln wird auch die Rettungshundestaffel alarmiert.

Nachdem die DRK-Bereitschaft Walbertsweiler mit dem Jugendrotkreuzgruppen Walbertsweiler und Mengen am Schauplatz angekommen sind, wurden die Helfer verteilt. In einem Unterstand wurde ein Verbandsplatz eingerichtet, zu dem alle Verletzten der Übung zur Weiterversorgung gebracht

Besonders schwierig gestaltete sich bei einer Übung des Roten Kreuzes in der Quarzsandgrube in Rengetsweiler die Rettung einer verletzten Person vom Verladeförderband.
Bild: Hahn 

wurden. Die Schnelleinsatzgruppe aus Mengen kam hinzu und half beim Retten. Mit vier Hundeführern und fünf Rettungshunden unterschiedlichen Ausbildungsstandes rückte die in Sigmaringen stationierte Rettungshundestaffel des DRK Bodensee-Oberschwaben nach und suchte im unwegsamen Gelände nach weiteren Verletzten.

Die "Unfallopfer" waren vorwiegend Kinder, welche realistisch geschminkt worden waren. Die Verletzungsmuster reichten von Schädelbasis-Bruch über Schürf- und Schnittwunden bis zum Verlust eines Oberarmes. Besonders schwierig gestaltete sich die Bergung eines Verletzten, der auf einem vier Meter hohen Verladeförderband lag. 22 Verletzte mussten bei der groß angelegten Übung von den 21 Helfern erstversorgt werden.

Alle Teilnehmer stärkten sich nach der Übung im Feuerwehrhaus Walbertsweiler mit Kaffee und Kuchen.


       
  Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 28.06.2007 nach oben