> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 18. Oktober 2007
 

Kein Geld ohne Prioritätenliste

Entwicklungsprgramm Ländlicher Raum im Gemeinderat

Über die Fortführung des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum hat Hauptamtsleiter Michael Wenzler in der jüngsten Sitzung des Walder Gemeinderats informiert. Das Programm sei speziell für strukturschwache Gemeinden aufgelegt. Allerdings versuche das Land Wenzlers Meinung zufolge damit, "uns etwas aufzudrücken, was bei den Städten versäumt wurde".

Wald - Man habe gemerkt, dass auf dem Land viel Potential an leer stehenden Gebäuden und "Hintergärten" vorhanden sei, das genutzt werden soll. Bisher wurde hier mit dem so genannten Melap-Programm in Modellgemeinden bereits erfolgreich gearbeitet. Michael Wenzler verhehlte aber auch nicht, dass in den vergangenen Jahren über eine Million Euro an Fördermitteln in die Gemeinde geflossen sind. Höhepunkt der Förderung seien die Jahre 1994 bis 1996 gewesen, danach gab es nur noch für vereinzelte Vorhaben Geld.

Sollen für 2008 Gelder fließen, sind die Gemeinden nun jedoch gezwungen, eine Prioritätenliste mit den geplanten Projekten zu erstellen. Gefordert wird vom Regierungspräsidium ein Entwicklungskonzept für fünf Jahre. Bislang liegen der Gemeinde Wald zwei Anträge auf Bezuschussung vor. In Wald ist dies die Umnutzung eines ehemaligen Ökonomiegebäudes im Sägeweg und in Walbertsweiler eine Erweiterung im Gewerbegebiet.

Auf Wald als Kernort sowie die Ortsteile Walbertsweiler und Sentenhart, in denen noch eine städtebauliche Entwicklung stattfindet, soll der Schwerpunkt gelegt werden. So sei es zum Beispiel in Wald möglich, Projekte in der Hohenzollernstraße mit "anzuhängen", dort bestehe auf jeden Fall Handlungsbedarf, sagte Michael Wenzler. "In den anderen Teilorten ginge es mehr um die Bewahrung der vorhandenen Bausubstanz".

"Das Land möchte, dass nicht Privatleute auf die Gemeinden zugehen, sondern diese die Grundstückseigentümer ermuntern', etwas zu tun", informierte Wenzler weiter. So könne es zum Beispiel bei der Umnutzung eines Gebäudes bis zu 40000 Euro Fördermittel geben. "Geld kostet es die Gemeinde auf jeden Fall", lautete der Einwand von Bürgermeister Werner Müller. Und dieses habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren nicht übrig gehabt, um in "Schönheit" zu investieren.

Bei einer Enthaltung beschloss das Walder Gremium, eine Prioritätenliste mit Schwerpunkt Wald zu erstellen - und hier den Handlungsbedarf in der Hohenzollernstraße herauszustellen. Außerdem wurde beschlossen, den Antrages aus Walbertsweiler aufzunehmen. Für die weiteren Ortsteile sollen Listen ohne Priorität erstellt werden.

 


       
  Gudrun Beicht, Südkurier Pfullendorf, 18.10.2007 nach oben