> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 09. Januar 2007
 

Gerhard Löffler hört als Dirigent auf

Jahreshauptversammlung des VzB Walbertsweiler

Nach 25 Jahren wird Gerhard Löffler, Dirigent des Fanfarenzuges im Verein zur Brauchtumspflege Walbertsweiler (VzB) im Sommer sein Amt niederlegen. Dies wurde bei der Hauptversammlung des Vereins bekannt gegeben. Auch Schriftführerin Cornelia Fecht gibt nach 20 Jahren ihr Amt ab. Ihre Nachfolgerin ist Sonja Schweikart.

Walbertsweiler - Mit dem Motto "Auf der Alm da gibt's koi Sünd, weil mir vu Walbertschweiler sind" eröffnete die Vorsitzende Heidi Fischer die Versammlung im Vereinsheim des FC Walbertsweiler. Zügig verlas Benedikta Kaufmann den Kassenbericht. Etwas ausführlicher trug Cornelia Fecht ihren Bericht vor. Neben den elf Auftritten in der Fasnet waren die Mitglieder beim Maibaum aufstellen, Dorfhock, Brunnenfest und als Nikoläuse aktiv. Sie besuchten befreundete Vereine, machten Ausflüge und feierten gemeinsam. Ein Höhepunkt im Jahr 2006 sei sicher die musikalische Umrahmung bei der Übergabe des Walbertsweiler Findbuches gewesen.

Von rückläufigen Mitgliederzahlen im Fanfarenzug berichtete Gerhard Löffler. "Wird sind zurzeit 34 Aktive", so der Dirigent. Früher seien es um die 50 gewesen. Zurück gegangen sei auch die Zahl der Auftritte, die 2006 bei 21 lag. Früher seien es um die 30 gewesen. Drastisch zurückgegangen sind auch die Einladungen außerhalb der Fasnetzeit. Gegenüber 2006, als man noch zu sieben Veranstaltungen eingeladen worden sei, lägen in diesem Jahr gerade mal drei vor.

Ganz anders sieht es in der Fasnet aus: "42 Einladungen liegen vor, darunter auch zum Rosenmontagsumzug in Mainz", teilte Löffler mit. Darauf wird man allerdings verzichten, dafür geht es 2007 zu einem Kinderumzug in die Schweiz. Außerhalb der Fasnet wird der Fanfarenzug am Jubiläum des Fanfarenzuges Laiz im Mai teilnehmen, an Pfingsten am Mittelaltermarkt in Kisslegg und am 21./22. Juli feiert der Fanfarenzug sein 25-jähriges Bestehen in Verbindung mit dem Walder Dorffest.

Sorgen bereitet der Nachwuchs. Eine Aktion zur Mitgliedersuche sei erfolglos gewesen. 

 

Abschied nehmen müssen die VzBler von Gerhard Löffler und Cornelia Fecht, umrahmt von Heidi Fischer (rechts) und Beatrix Veeser (links).
Bild: Beicht 

Auch die Teilnahme an den Proben sei im vergangenen Jahr gesunken. Er sei "gefrustet" von diesem Trend, sagte Löffler. Früher habe es eine große Euphorie gegeben, heute hätten viele "keinen Bock" mehr. Trotzdem, so Löffler, habe es im vergangenen Jahr viel Positives gegeben und am kommenden Wochenende gehe es mit der Fasnet los.

Löffler teilte zum Bedauern der Anwesenden mit, dass es in diesem Jahr keinen Empfang durch die Landesregierung in Stuttgart geben wird. "Nach 25 Jahren geht meine Tätigkeit im Fanfarenzug im Sommer zu Ende, ich hätte mir gewünscht, dass die Reihen voller sind", sagte er zum Schluss seines Berichtes und wünschte seinem Nachfolger eine glückliche Hand. Er sei bereit, dieses Amt zu übernehmen, teilte der stellvertretende Dirigent Stefan Burth mit.

"Der VzB nähert sich Verhältnissen, wie sie viele Vereine haben", sagte Bürgermeister Werner Müller zum Thema Mitgliederschwund. Dies sei zwar beklagenswert, um so mehr sei die Arbeit derjenigen anzuerkennen, die dabei seien. Mit der Werbung bei Schülern und auch im Rahmen des Ferienprogramms will man noch mal versuchen, Jugendliche für den Fanfarenzug zu begeistern. Mit Dank an alle Mitglieder, besonders an Gerhard Löffler und Cornelia Fecht schloss die Vorsitzende die Versammlung.


       
  Gudrun Beicht, Südkurier Pfullendorf, 09.01.2007 nach oben