> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 14. März 2008
 

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Jugendkreuzweg endet in der Pfarrkirche Walbertsweiler

In der ersten Woche machte das Wetter den Klassen 8, 9 und 10 der Nachbarschaftshauptschule Wald einen Strich durch die Rechnung: Sie mussten den Jugendkreuzweg im Vorraum der Zehn-Dörfer-Halle beten. Die Jüngeren der Klassen 5, 6 und 7 hatten in der zweiten Woche mehr Glück. Sie konnten den Jugendkreuzweg im Freien feiern.

Wald - Die Schüler hatten die Texte der sieben Stationen des ökumenischen Jugendkreuzwegs unter dem Motto "Menschensohn" mit den Religionslehrerinnen Renate Walk und Sybille Konstanzer erarbeitet. Die 60 Schüler wurden neben den Religionslehrerinnen von ihren Klassenlehrerinnen Gisela Hauser, Edeltraud Reutter und Karin Cieslikowsky begleitet. "Es ist wichtig, dass die Schüler sehen, dass wir hinter dieser Aktion stehen", begründete Edeltraud Reutter.

Die erste Station des Jugendkreuzwegs war an der Schule. "Viele Jugendliche und Kinder werden an diesem Freitag den ökumenischen Kreuzweg beten", eröffnete Renate Walk. "Wie Jesus sollt ihr das Kreuz schleppen und versuchen zu empfinden, wie schlimm es für Jesus und die Menschen war." Pfarrer Josef Maurer hatte den Schülern ein 2,50 Meter großes Holzkreuz zur Verfügung gestellt.

Bei sehr windigem, aber sonnigem Wetter machten sich die Schüler auf den Weg nach Walbertsweiler. Angeführt wurde die Gruppe durch die das Kreuz tragenden Schüler. Im Annenesch erntete die Gruppe manch erstaunten, neugierigen Blick. Über den Riedleweg zogen die Schüler auf dem Wanderweg in Richtung Walbertsweiler. Mehrfach hielten sie für eine Kreuzwegstation inne.

Renate Walk erklärte die großen Bilder des Künstlers Hans-Hilmar Seel. Mit eindrucksvollen Farben sollen die Darstellungen den Betrachter aufrütteln und die Herzen für die Qualen, Ängste und Gefühle Jesu auf seinem letzten Weg öffnen. Das Holzkreuz trug immer die Schülergruppe zur nächsten Station, die die Gestaltung dafür übernommen hatte.

Die Texte hatten für die Schüler einen Bezug. Sie stellten sich den Fragen: "Wo bekomme ich Schwierigkeiten, wenn ich 

Drei Stunden waren die Schüler auf dem Kreuzweg unterwegs. Sie trugen abwechselnd das Holzkreuz bis nach Walbertsweiler.
Bild: Häusler

sage, was ich denke? Wo bekomme ich Schwierigkeiten, wenn ich tue, was ich für  richtig halte? Kann ich meine Schwäche zeigen? Werde ich ernst genommen?" Der Vorschlag, den Weg zu einer oder zwei  Stationen schweigend zurückzulegen und über das Gehörte nachzudenken, fiel manchem schwer.

Die letzte der sieben Stationen wurde in der Kirche St.Gallus in Walbertsweiler gesprochen und gebetet. Renate Walk lenkte den Blick der Schüler auf die wundervoll geschnitzten Kreuzwegbilder an den Kirchenwänden. "Schreitet den Kreuzweg nachher alleine ab und lasst die Bilder auf euch wirken", forderte sie auf. Dem Angebot, alles, was für sie schwer ist, was ihnen Probleme und Schwierigkeiten bereitet, sie belastet und ihnen weh tut, auf einen Zettel zu schreiben und gefaltet an das Kreuz zu heften, kamen die Schüler gerne nach.

Es sollte ein Zeichen sein, dass alles, was schwierig ist, zu Gott gebracht werden darf. Die Zettel, die die oberen Klassen in der Vorwoche geschrieben haben, werden ebenfalls ungelesen an das Kreuz geheftet. Am Karfreitag wird das Kreuz während der Liturgie in der Walbertsweiler Kirche stehen. Die Zettel werden in der Osternacht abgenommen und im Osterfeuer verbrannt, als Symbol, dass eine Lösung und Veränderung möglich ist.

Bildergalerie im Internet:
Bilder vom ökumenischen Jugendkreuzweg


  Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 15.03.2008 nach oben