> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 28. Juli 2008
 

Historisches Handwerk und Ritterspiele

Walder Dorffest steht im Zeichen der 800-Jahr-Feier der Gemeinde

Wald - Mit dem Fassanstich wurde das Walder Dorffest, das im Zeichen der 800-Jahr-Feier der Gemeinde stand, am Samstag eröffnet. Bürgermeister Werner Müller überließ den Anstich seiner Schweizer Amtskollegin, der Gemeindepräsidentin Käthi Schmidt. Zuvor war das Bierfass von einem Zug Mönche eindrucksvoll auf einem Leiterwagen auf das Festgelände gebracht worden.

Bereits beim Fassanstich fielen die ersten Regentropfen, die sich kurz darauf in einen kräftigen Schauer verwandelten und die Besucher in den Zelten Schutz suchen ließen. Nachdem ein großer Regenbogen über dem Gelände aufgezogen war, hörte der Regen auf und die Besucher erlebten eine laue Sommernacht.

Die mittelalterlichen Spiele entschieden nach einem Stechen zwischen dem Walbertsweiler Verein zur Brauchtumspflege und den Riedrätschern aus Ruhestetten die jungen Walbertsweiler für sich. Später begeisterte die Countrymusik-Kultband "Knapp ein Jahr" die Gäste. Zwei Linedance-Gruppen, die "Flashboot Linedancers" und die "ThunderBoots", fesselten die Zuschauer vor der Bühne mit ihren Darbietungen.

Nach Einbruch der Dämmerung wurde der Kinderfackelumzug um den Klosterweiher vom Fanfarenzug der Landsknechte angeführt. Danach folgten Vorführungen der Tanzgruppe des TSV Wald und ein Schwertkampf der Donau-Soldaten mit brennenden Schwertern. Lautstark forderte das Publikum von Feuergaukler "Fagus" eine Zugabe.

Der Fest-Sonntag wurde von der Musikkapelle Sentenhart unter Dirigent Wolfgang Kuolt in alten Uniformen eröffnet. In einem Festzug um den Platz begleiteten sie am Nachmittag musikalisch die anwesenden Gäste aus den Partnergemeinden zu den Bussen. Rund um den Platz zeigten viele Handwerker wie Seifensieder, Scherenschleifer, Sattler, Münzpräger, Hufschmied, Töpfer und Weber ihr Können.

Selbst die jüngsten Walder waren ins Festgeschehen integriert. Die Kinder des Kindergartens "Villa Kunterbunt" sangen

Ein buntes Bild bot das Mittelalter-Essen anlässlich der 800-Jahr-Feier der Gemeinde Wald - und wer sich dabei daneben benahm, der konnte schnell am Pranger landen.
Bild: Häusler

Kinderlieder aus dem Mittelalter und zeigten einen Tanz zu mittelalterlicher Musik. Zum altertümlichen Basteln lud der Kindergarten "Abenteuerland" ein.

Nach dem Einzug von Antonia von Habsburg mit ihrem zukünftigen Gemahl in einer Kutsche in Begleitung von Fanfaren und Kürassieren begann das historische Gaudi-Turnier, in dem sich sechs Walder Gruppen maßen. Der Bauförderverein St.Bernhard, bekannt für seine kreativen Spielideen, sorgte auch dieses Mal für jede Menge Spaß bei den teilnehmenden Gruppen und den Zuschauern. Am Ende entschied die Gruppe der katholischen Landjugendbewegung von Sentenhart die Spiele für sich und feierte den Sieg mit einem Bad im Wasser.

Die beteiligten Vereine boten beim Dorffest eine kulinarische Vielfalt von Dinnele über Hähnchen vom Grill bis zum mittelalterlichen Braten. Für Kurzweil sorgten Bierkistenstapeln und die Mohrenkopfschleuder. Wer wollte, konnte Hufeisen- und Holzrollen werfen. Auch "Hau den Lukas" und Kirschkernweitspucken sorgten für Kurzweil.

Mehrmals zeigten die Donau-Soldaten ihre Schwertkämpfe und sorgten damit für Begeisterung unter den zahlreichen Besuchern des Dorffests. Die Ritter in ihren prächtigen Kettenhemden und Gewändern boten einen besonderen Anziehungspunkt.

Bildergalerie im Internet:
www.suedkurier.de/bilder


  Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 28.07.2008 nach oben