> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 28. April 2009
 

Werner Müller will Gräben schließen

Amtsinhaber gewinnt im zweiten Wahlgang

Ich wünsche der Gemeinde für die Zukunft alles Gute“, erklärte Ruth Hochweber den vielen hundert Zuhörern vor dem Rathaus und erwies sich damit als faire Verliererin des zweiten Wahlganges. Sie beglückwünschte Amtsinhaber Werner Müller zu seinem Wahlsieg, nachdem dieser in seiner Ansprache erklärt hatte, welche enorme Anspannung diese Wahl ihm und seiner Familie abverlangt habe.

Wald – „Ich wünsche der Gemeinde für die Zukunft alles Gute“, erklärte Ruth Hochweber den vielen hundert Zuhörern vor dem Rathaus und erwies sich damit als faire Verliererin des zweiten Wahlganges. Sie beglückwünschte Amtsinhaber Werner Müller zu seinem Wahlsieg, nachdem dieser in seiner Ansprache erklärt hatte, welche enorme Anspannung diese Wahl ihm und seiner Familie abverlangt habe. „Der Wahlkampf in den letzten vier Wochen war hochemotional“, erklärte der 48-Jährige, dass dies eine harte Zeit für seine Frau und seine Töchter gewesen sei, die fest zu ihm gehalten hätten: „Ich bin stolz auf euch!“ Vor acht Jahren sei die Wiederwahl ohne Mitbewerber einfach gewesen, „aber jetzt musste man dafür kämpfen“, bezeichnete Müller das Ergebnis als Vertrauensbeweis, so wie bei seinem ersten Wahlerfolg vor 16 Jahren. Zum Abschluss seiner Ansprache betonte er, dass er stolz auf die Walder Bürger sei und bat um Mithilfe, „die aufgerissenen Gräben zusammen zuzuschaufeln“ und gab sich überzeugt, dass man dies durch ein faires Miteinander auch schaffe.

„Sie haben gekämpft“, zollte Landrat Dirk Gaerte Ruth Hochweber Anerkennung für ihr Engagement, denn Demokratie lebe vom Miteinander. „Wald hat einen großen Tag“, hob Gaerte die hohe Wahlbeteiligung hervor, die „heutzutage etwas Besonderes ist“. Er gratulierte namens des Landkreises dem wiedergewählten Amtsinhaber, der die vergangenen vier Wochen genutzt hatte, um seine Anhängerschaft zu mobilisieren.

Gemeinsam verfolgten Ruth Hochweber und Werner Müller im Zimmer von Hauptamtsleiter Michael Wenzler die Auflistung der Wählerstimmen. Später gratulierte die Herausforderin dem im Amt bestätigten Müller zum Erfolg.
Bild: Volk

Erfolgreich nutzte der Politprofi auch die Chancen, die das Konjunkturprogramm II der  Gemeinde möglicherweise bietet, um im Gemeinderat weitreichende Pläne vorzustellen, die auch Bestandteil des Wahlkampfes waren. So könnte die langgehegte und millionenteure Vision zur Entwicklung der Ortsdurchfahrt Wald mit Fördergeldern des Bundes sowie des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum kostengünstig verwirklicht werden.

Bei der Analyse der Wahlergebnisse zeigt sich, dass Müller in allen Ortsteilen zulegte, während Ruth Hochweber in Sentenhart, Hippetsweiler und Walbertsweiler ihr Ergebnis vom ersten Wahlgang nicht ausbauen konnte. Drastisch änderte sich die Stimmungslage in Sentenhart wo Müller zwölf Prozent hinzu gewann, während Hochweber acht Prozent verlor. In Kappel/Glashütte erhöhte sich der Stimmenanteil des Duos um jeweils fünf Prozent.

In Walbertsweiler verringerte Müller den Abstand auf Hochweber um zehn Prozent und in Wald holte er mit 51,5 Prozent die Mehrheit, nachdem er vor vier Wochen dort sieben Stimmen weniger als seine Herausforderin erreicht hatte.


 
 

Siegfried Volk, Südkurier Pfullendorf, 28.04.2009

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