> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 28. August 2010
 

Neues Hofkreuz eingeweiht

Familie Halmer knüpft an Tradition an und stellt Werk von Kunstschmied Peter Klink auf

Wald-Oberkappel (sah) Wer von Walbertsweiler in Richtung Kappel fährt, kommt am neuen Hofkreuz auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Markus Halmer in Oberkappel vorbei. Jetzt wurde das Hofkreuz im Rahmen eines Hoffestes mit knapp hundert Verwandten, Freunden und Nachbarn durch den Pater Bernhard Gabele geweiht. „Es ist wichtig, die Tradition zu erhalten“, sagt Landwirt Willi Halmer. Die Familie habe von jeher nach den christlichen Grundsätzen gelebt und möchte sich für den Segen, der über dem Hof liegt, bedanken. „Wir haben fünf gesunde Kinder und zehn gesunde Enkel“, begründen Maria und Willi Halmer ihre Dankbarkeit.

Bereits um 1900 wurde an dieser Stelle von Großvater Josef Halmer ein wunderschönes Passionskreuz erreichtet. Das Passionskreuz sollte ein Sinnbild für die Karfreitagspassion sein. Gegenstände und Folterwerkzeuge von der Kreuzigung Jesu Christi waren angebracht. Darunter Peitsche, Hammer, Zange, Nägel, Kelch, Speer und Essigschwamm. Im Laufe der Zeit war das alte Holzkreuz durch Wettereinflüsse morsch geworden. Ein Sturm 1965 brachte es zu Fall. 1966 wurde ein neues Holzkreuz eingeweiht. Die Christusfigur wurde vom Bildhauer Herbert Roth aus Sigmaringen angefertigt. Bedingt durch die Wettereinflüsse musste dieses Kreuz 1997 renoviert werden.

Anlässlich seines 70. Geburtstages am 5. April 2009 bat Willi Halmer statt Geschenken

Pater Bernhard Gabele weihte das neue Hofkreuz der Familie Halmer im Rahmen eines großen Hoffestes.
Bild: Halmer

um eine Spende für ein neues Kreuz. Dies erachtete er als ein sinnvolles Geschenk, denn: „Ich bin wunschlos glücklich.“ Die Planungen des Denkinger Kunstschmieds Peter Klink gefielen der Familie am besten. Sie hatte bei den Planungen das ursprüngliche Kreuz im Blick. Das neue Hofkreuz aus Metall steht auf einem Granitsockel. Zu Füßen des Kreuzes liegen der Würfelbecher mit den Würfeln und das Gewand. Die Folterwerkzeuge, Nägel, Speer und Essigschwamm sind an das Kreuz gelehnt, als hätte man sie eben zurückgelassen. Die Christusfigur des Bildhauers Roth war noch gut erhalten und fand an diesem Hofkreuz wieder eine neue Heimat. So knüpfte die Familie Halmer mit dem neuen Kreuz an die alte Tradition an.


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 28.08.2010

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