> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 31. Mai 2010
 

Fußball führte sie einst zusammen

Hilda und Karl (Bobe) Moser aus Walbertsweiler feiern Goldene Hochzeit mit Verwandten und vielen Freunden

Wald-Walbertsweiler – Vor 50 Jahren schlossen Karl (Bobe) und Hilda Moser aus Walbertsweiler den Bund fürs Leben. Im Kreise der großen Verwandtschaft und Freunden feiern sie am 5. Juni, 10 Uhr, mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Gallus in Walbertsweiler goldene Hochzeit.

Von Kindesbeinen an kennt man Karl Moser vorwiegend unter seinem Spitznamen „Bobe“, den ihm die Großmutter verliehen hat. Als einziger Junge von sieben Geschwistern wuchs er in Walbertsweiler auf. Nach dem Ende der Schulzeit war er 14 Jahre als Kraftfahrer beim Fürstlichen Forstamt, danach bis zur Pensionierung im Straßenbau tätig. Außerdem führte er gemeinsam mit seiner Frau Hilda eine kleine Landwirtschaft. Karl Moser war lange Jahre aktiver Fußballspieler beim FC Walbertsweiler. 1968 beendete er seine Laufbahn in der AH-Mannschaft. Zudem war er Musikant in der Walbertsweiler „Vinze-Musik“, die von seinem Vater geleitet wurde, und Sänger beim Gesangverein und Kirchenchor Walbertsweiler. 28 Jahre diente Karl Moser als Totengräber des Ortes.

Hilda Burth wuchs mit acht Geschwistern in Göggingen auf. Als junge Frau arbeitete sie im Wald, danach im Gasthaus „Krone“ in Walbertsweiler, dem Vereinslokal der heimischen Kicker. Dort kreuzten sich die Wege vom Bobe und Hilda und das Paar fand zusammen. Zwei Jahre später wurden sie am 31. Mai 1960 von Pfarrer Kammerer Georg Moser getraut. Bedingt durch den Walbertsweiler Kirchturmeinsturz fand die kirchliche Hochzeit in Göggingen statt.

Fünf Kinder bekam das Ehepaar. Georg, Markus, Regina, Klothilde und Beatrix füllten

Hilda und Karl (Bobe) Moser aus Walbertsweiler strahlen um die Wette. Heute vor 50 Jahren wurden sie kirchlich getraut.
Bild: Häusler

das Haus mit viel Leben. Neun Enkel und ein Urenkel vergrößern die Familie heute. „Mit fünf Kinder und Landwirtschaft habe ich Arbeit genug gehabt“, lacht Hilda Moser. Auch den Kindern wurde die Fußballleidenschaft mit in die Wiege gelegt und die ganze Familie ist fest mit dem Fußball, dem FC Walbertsweiler und FV Walbertsweiler/Rengetsweiler verwurzelt. Schon 30 Jahre wäscht die 69-jährige Hilda Moser, liebevoll von allen als „Mutter des Sportvereins“ bezeichnet, noch heute jedes Wochenende drei Koffer voller Fußballtrikots. Beim Umbau des Vereinsheims wurde selbstverständlich ebenfalls tatkräftig mit angepackt. Mittlerweile hat sich auch der 82-jährige Karl Moser von den Folgen eines Herzinfarkts und Schlaganfalls im vergangenen Jahr erholt. „Ansonsten sind wir so zufrieden“, betont das Jubelpaar strahlend.


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 31.05.2010

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