> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 11. Mai 2011
 

Ständige Wandlung ist das Normale

Künstlerinnen Susanne Hackenbracht, Claudia Pattberg und Felizitas Deffner stellen in Galerie „Neue Kunst am Ried“ aus

Wald-Ruhestetten - Einen großen Erfolg mit vielen Besuchern verzeichnete die Ausstellung „Aufgebrochen – im Fluss – geformt“ am Sonntag in der Galerie „Neue Kunst am Ried“ in Ruhe stetten. Der Ausstellungstitel ist ein gelungener Entwurf der drei Künstlerinnen. Beim Auftakt zeigte sich die Galeriebesitzerin Susanne Hackenbracht, mit Künstlernamen „Zazo“, freudig überrascht vom nicht aufhörenden Strom von Kunstinteressierten. Im Mittelpunkt des dreifach künstlerisch geformten Ereignisses standen neben der Galeristin die Fotografin Claudia Pattberg aus Walbertsweiler und die Goldschmiedemeisterin Felizitas Deffner aus Überlingen.

Seit dem Umzug nach Walbertsweiler vor drei Jahren fotografiert Pattberg Blüten und Stadtmotive. Ihre Werke wollten viele Walbertsweiler sehen. Am Computer entwirft sie dann ihre fließend verfremdeten Bilder des Wegfließens.

Feinstes geformtes Geschmeide in Gold und Silber hatte Deffner in Glasvitrinen ausgestellt. Unter ihrer Hand, sagte Bürgermeister Werner Müller, erstarre geschmolzenes Edelmetall zum Kunstwerk. Zazo hatte den Stein gewordenen Fluss des Lebens als Betonsteine auf dem Galerieboden ausgelegt. An dünnen Silberdrähten aufgehängte Wandinstallationen schienen von den Wänden zu fließen.

Zur Laudatio hatte Zazo Walds Bürgermeister Werner Müller und den aus Düsseldorf angereisten Ulrich Stadtelmeyer engagiert. 

Drei Künstlerinnen aus Ruhestetten, Walbertsweiler und Überlingen, Susanne Hackenbracht, Felizitas Deffner (links) und Claudia Pattberg (rechts), hatten mit ihrer Ausstellungsidee „aufgebrochen – im Fluss – geformt“ großen Erfolg. Die Galerie „Neue Kunst am Ried“ in Ruhestetten war am Sonntag ein Magnet für Kunstinteressierte.
Bild: Hahn

Für Müller war es eine große Freude, die drei Künstlerinnen aus der Region vorzustellen. „Der Titel sagt es ganz unmittelbar, nichts ist fertig, alles ist in Bewegung, ständige Wandlung ist das Normale.“ Jede der drei Künstlerinnen zeige ihre jeweils ganz eigene Interpretation von der Bewegung. Da werde etwas aufgebrochen, etwas begonnen, losgetreten, vielleicht auch losgelassen. Mit ihren Kunstwerken, sagte Stadtelmeyer, gelinge es den drei Künstlerinnen, die Wahrnehmungsmuster der Besucher zu erweitern. Das gehe aber nur, wenn er auch bereit sei, sich auf die Botschaften der Künstlerinnen einzulassen, den Kreislauf des Lebens zu erkennen.


 
 

Falko Hahn, Südkurier Pfullendorf, 11.05.2011

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