> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 20. Oktober 2011
 

U-20-Länderspiel vor toller Kulisse

E-Jugend des FV Walbertsweiler-Rengetsweiler darf mit deutscher Nationalelf einlaufen

Pfullendorf - Fußball U-20- Länderspiel Deutschland gegen Schweiz 4:1 (2:0)

So viele Zuschauer waren schon lange nicht mehr in der Geberit-Arena in Pfullendorf. Mit 3280 Besuchern war das U-20-Juniorenländerspiel zwischen Deutschland und der Schweiz ein voller Erfolg für den Standort Pfullendorf. „Die Resonanz ist sehr gut. Wir freuen uns, dass das Spiel in der Region so gut angekommen ist. Wir sind zufrieden“, sagt Johannes Restle vom Südbadischen Fußballverband, der für die Organisation rund um das Spiel zuständig war. Unter den Zuschauern fand man überwiegend Jugendmannschaften und Schulklassen. „Dies war so auch zu erwarten. Wir haben zusammen mit unseren Sponsoren viele Freikarten in den Schulen und bei den Fußballvereinen in der Region verteilt“, meint Johannes Restle. Extra für dieses Länderspiel ließ der Südbadische Fußballverband alle am Sonntag angesetzten Spiele absagen, um allen die Möglichkeit zu bieten, dieses Länderspiel besuchen zu können. „Die Spielabsagen waren sicherlich richtig. Dennoch sind mehr Jugendspieler da als Aktive“, so Restle, der hofft, dass in geraumer Zeit erneut ein Länderspiel in Pfullendorf stattfinden wird, was aber immer auch von einer möglichen Fernsehübertragung abhängt. „Nur der SC Pfullendorf und der SC Freiburg haben ein fernsehtaugliches Stadion“, sagt Restle.

Für je elf E-Jugendspieler des FV Walbertsweiler-Rengetsweiler und des FC Steißlingen war das U-20-Länderspiel ein besonderes Erlebnis, denn sie durften mit den Mannschaften zum Start einlaufen. Vor allem für die Kids des FV Walbertsweiler-Rengetsweiler, die mit der deutschen Elf einliefen, wird dieser Moment unvergesslich bleiben. Hand in Hand mit den potenziellen Stars von morgen, das sorgt schon für Aufregung. „Am Anfang war ich etwas nervös. Aber es war sehr schön“, sagt Sarah Rackuf, das einzige Mädchen beim FV Walbertsweiler-Rengetsweiler, die zur D-Jugend zu einer reinen Mädchenmannschaft wechseln möchte.

Nicht nur für die Jungs und Mädels des FV Walbertsweiler-Rengetsweiler und des FC

 

Nach einer Ecke kann der Schweizer Torhüter Joel Mall (FC Aarau) per Faustabwehr vor dem deutschen Kapitän Shkodran Mustafi (FC Everton), der sich dabei eine blutige Nase zuzog, klären.
Bild: Fischer

Steißlingen war dieses Länderspiel etwas Besonderes. Auch für den Kapitän der deutschen Elf, Shkodran Mustafi, der in England für den FC Everton spielt. „Im Rahmen dieser U-20-Länderspiele habe ich immer die Möglichkeit, wieder nach Hause zu kommen und kann meine Familie besuchen“, sagt der in Bad Hersfeld geborene Mustafi.

Trotz des klaren 4:1-Sieges war er nicht ganz zufrieden mit der Leistung des DFB-Teams. „Es war sehr schwierig auf dem Boden. Die Schweizer standen sehr kompakt und haben wenig zugelassen. Wir mussten uns was einfallen lassen. Dann haben sie Fehler gemacht, von denen wir profitiert haben“, analysiert Mustafi das Spiel. Allen voran von den Fehlern der Schweizer profitiert hat Patrick Herrmann von Borussia Mönchengladbach. Mit zwei wunderschönen Toren in Arjen-Robben-Manier, von außen in die Mitte gezogen und dann abgeschlossen, sowie einer Vorlage avancierte er zum absoluten Matchwinner in diesem Spiel. Dennoch will er sich nicht herausheben lassen. „Wenn ich die Tore nicht gemacht hätte, dann wäre eben ein anderer da gewesen“, sagt Patrick Herrmann ganz bescheiden. Für die Spieler steht nun wieder der Alltag im Verein an. Und vielleicht kann man Patrick Herrmanns schöne Dribbelläufe ja schon wieder beim Heimspiel der Borussia am Samstag gegen Bayer 04 Leverkusen bestaunen.

 


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 14.11.2011

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