> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 11. Januar 2011
 

Empfang im Dorfgemeinschaftshaus

Gemeinsamer Neujahrsempfang der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde

Wald-Walbertsweiler - Wenn in Wald etwas zum zweiten Mal gemacht wird, ist es traditionell“, eröffnete Bürgermeister Werner Müller den gemeinsamen Neujahrsempfang der beiden Kirchengemeinden und der politischen Gemeinde. Der große Festakt fand im Dorfgemeinschaftshaus Walbertsweiler statt. Neben Gemeinderäten, Ehrenbürger Frieder Grupp, Pfarrgemeinderäten, Funktionären und Ehrenamtlichen begrüßte das Gemeindeoberhaupt auch den Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen.

Zum Jahreswechsel sei der richtige Zeitpunkt zum Innehalten, einen Rückblick auf das, was war, zu werfen und gleichzeitig einen Ausblick zu wagen „wo stehen wir, wo wollen wir hin“. Das neue Jahr sei noch jung, „doch wir erkennen, dass mit dem neuen Jahr nicht alles neu wird“, sagte Müller. Viele Walder Firmen seien vom Thema Alno betroffen.

Müller führte die drei vergangenen Jahre als die wirtschaftlich erfolgreichsten für die Gemeindeverwaltung an. Im Gegenzug gab er an: „Im Haushaltsplan 2011 klafft momentan eine Lücke von einer halben Million Euro, die wir nicht zu stopfen wissen.“

Mit 28 Kilometern Glasfaserleitung und einer Investitionssumme von 1,4 Millionen Euro bei einem 80-prozentigen Zuschuss habe die Gemeinde den Einstieg in das Breitbandnetz in allen Ortsteilen für die Zukunftsfähigkeit angegangen. Die Sanierung und Neugestaltung der Hohenzollernstraße soll diese verkehrsberuhigter, attraktiver und freundlicher machen.

Als größte kommunalpolitische Enttäuschung nannte er den Einstieg in die Bioenergie. Damit habe man eine große Chance vertan und er sehe nur noch wenig Hoffnung, dies zu verwirklichen, sagte der Bürgermeister. „All diese Dinge tragen dazu bei, die Lebensumstände der Bevölkerung zu verbessern. Das soll unsere Maxime sein“, schloss Werner Müller.

Annette Mayerhöfer sprach für die evangelische Pfarrgemeinde Wald-Ostrach. Diese verzeichnete im abgelaufenen Jahr neun Kirchenaustritte, 18 Taufen, 17 Konfirmanden, fünf Trauungen, 20 Bestattungen und etwa 100 Gottesdienste. Angelehnt an die Geschichte vom kleinen Tag wünschte sie den Anwesenden, ein Jahr 

Annette Mayerhöfer (rechts) sprach beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Kirchengemeinden und der politischen Gemeinde Wald für die evangelische Pfarrgemeinde Wald-Ostrach.
Bild: Häusler

voller solcher Tage, an denen alle Menschen glücklich sind und nichts passiere.

Paula Halmer, die Vorsitzende des gemeinsamen Pfarrgemeinderats der katholischen Seelsorgeeinheit, berichtete über die neue Form der Zusammenarbeit im Gesamtpfarrgemeinderat. Sinkende Kinderzahlen haben dazu geführt, dass im vergangenen Jahr erstmals in drei Pfarreien Erstkommunion gefeiert worden sei. 2011 werden 47 Kinder zur Erstkommunion gehen und die Firmung von Jugendlichen findet im Juli statt. „Schön ist der Wechsel der sonntäglichen Gottesdienste in Wald und Walbertsweiler, der sehr gut angenommen wird und das Zusammenwachsen fördert“, hob Halmer hervor.

Es sei eine besondere Ehre dabei zu sein und sprechen zu dürfen, dankte Lothar Riebsamen für die Einladung zum Neujahrsempfang. Er wolle den Neujahrsempfang nicht zu Wahlkampfzwecken missbrauchen, sagte er im Hinblick auf die anstehende Landtagswahl, sondern gab die Eindrücke seit der Aufnahme seiner Arbeit im Bundestag wieder. Das Jahr 2010 sei unter dem Damoklesschwert der Finanz-und Wirtschaftskrise gestanden, auf vielen Neujahrsempfängen im vergangenen Jahr seien die Menschen nicht sehr zuversichtlich gewesen. „Ich bin zuversichtlich fürs Jahr 2011“, schloss Riebsamen.

Danach schloss sich der gemütliche Teil des Abends mit Begegnung, Gesprächen und einem Büfett mit Häppchen und Getränken an.


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 11.01.2011

nach oben