> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 13. Juli 2011
 

Unbegreifliches Mysterium

Bürgermeister Werner Müller eröffnet Vernissage in Walbertsweiler

Wald-Walbertsweiler - Es gibt bekannte Künstler, deren Karriere in einer Garage ihren Anfang fand. Der Maler und Autor Dawood Cassim eröffnete am Sonntag eine Ausstellung im eigenen Haus und der Garage in Walbertsweiler. Die Ausstellung („Mysterium: Frau“) zeigt eine Auswahl 30 zum Teil großflächiger Bilder, die in den letzten 20 Jahren entstanden sind. Surrealistisch, abstrakt, in verschiedenen Stilrichtungen, warfen seine Bilder verschiedene Blicke auf das Wesen der Frau.

Etwa 40 Literatur- und Kunstinteressierte waren seiner Einladung gefolgt. Der 55-jährige freischaffende Künstler ist Kosmopolit und Wanderer und Mittler zwischen den Kulturen, international tätig und zeigte seine Werke bereits in zahlreichen Ausstellungen. Dawood Cassim ist in Südafrika geboren, wohnt seit 1999 im Walder Ortsteil Walbertsweiler.

Bürgermeister Werner Müller eröffnete die Ausstellung und ging kurzweilig auf den Leitgedanken „Mysterium: Frau“ ein. Das Thema Frauen habe ihn schon immer interessiert, sagte Dawood Cassim. Er entstamme einer Generation, die den Aufbruch der Frauen hautnah miterlebte. Frauen seien über Jahrtausende fremdbestimmt worden. Was sie zu tun und zu sein hatten, sei ihnen diktiert worden. Die Frau sei jahrhundertelang unterdrückt worden und habe ihr Wesen neu erfinden müssen, sagte Cassim.

Ernsthafte, makabere und spöttische Texte trug Cassim bei seiner Lesung auf der

Auf der Terrasse trägt Maler und Autor Dawood Cassim (links) bei der Vernissage und Lesung über das Thema „Mysterium: Frau“ seine eigenen Texte und Geschichten vor.
Bild: Häusler

Terrasse ausdrucksstark vor, begleitet vom fröhlichen Zwitschern der Vögel und passender Musik. Viele Männer hätten Probleme mit diesen neuen Frauenbildern“, stellte Cassim dem Gedicht „Krone der Schöpfung“ eines Machos, „dem vollkommenen Mann, der alles kann und hat“ voran. Drei kleine, aber tiefsinnige Geschichten handelten von den Lebensverhältnissen von Frauen in der Welt. „Dich begreifen - ist vergeblich“ schloss der Künstler seine Lesung.

Die Ausstellung kann noch bis zum 22. Juli nach telefonischer Vereinbarung mit
Dawood Cassim, Studio Virtù,
Hartgaß 32, 88639 Wald-Walbertsweiler
Telefon 0 75 78/21 13,
besucht werden.


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 13.07.2011

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