> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 28. Februar 2011
 

Feiern in den Straßen

Verein zur Brauchtumspflege veranstaltet 16. Nachtumzug

Wald - „Die fünfte Jahreszeit fängt an mit Sommer, Sonne, Ballermann“, lautet dieses Jahr das Fasnetsmotto des Verein zur Brauchtumspflege (VzB) Walbertsweiler. Und so startete der Verein am Freitag in die närrischen Tage mit dem 16. Nachtumzug in Wald.

Vorsitzende Heidi Fischer begrüßte mit dem obligatorischen dreimaligen Narrenruf „Schmierat de Karra – s'quietschet scho“. Nach der Schunkelrunde der Musikanten Gerhard Löffler und Andreas Keller rief Heidi ihren Gästen zu: „Was wäre der Nachtumzug ohne euch Lumpen, Chaoten und Musiker!“ Sie begrüßte die Abordnungen der 37 teilnehmenden Zünfte, Narrenvereinigungen und Musikkapellen. Nur wenige waren diesem „schönsten aller Zunftmeisterempfänge“ – wie es ein Narr ausdrückte – ferngeblieben. Die, die gekommen waren, hatten ihren Spaß. Gut verköstigt von den Trommlerfrauen des vereinseigenen Fanfarenzuges, waren die Narren gerüstet für den Nachtumzug. Doch bevor dieser starten konnte, wurden im Feuerwehrhaus Nettigkeiten ausgetauscht, sich versichert, wie gerne man jedes Jahr immer wieder nach Wald komme, so mancher Witz erzählt oder ein Lied zum Besten gegeben. Obernarr Werner Müller, seines Zeichens Bürgermeister, an diesem Abend allerdings eine „Walder Hex“, versicherte glaubhaft: „Das ganze Jahr über freue ich mich auf

Die Riedvindele aus dem benachbarten Aach-Linz sind gern gesehene Gäste beim Nachtumzug des VzB Walbertsweiler.
Bild: Beicht

diesen Umzug.“ Als Geschenk hatte er eine Kiste mit Silberlingen mitgebracht. Dieses Gastgeschenk konnten nur noch die Männer von der Volksbank Meßkirch, Michael Herz und Karl Springindschmitten, mit ihrem „Sack voll Geld“ übertreffen. Draußen hatten inzwischen hunderte von Narren Aufstellung genommen, und mehrere Hundert Zuschauer säumten die Straßen. Gute Laune herrschte, und so manches Mädchen landete in den Fängen von Hexen und Geistern. Die kleinen Zuschauer freuten sich über Süßigkeiten, die freizügig unter ihnen verteilt wurden. Bis auf zwei Zwischenfälle hatte die Polizei keinen Grund zum Eingreifen.


 
 

Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 11.01.2011

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