> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 09. Januar 2012
 

Vorstand ohne Vorsitzenden

Hauptversammlung des Vereins zur Brauchtumspflege - keine Nachfolge für scheidende Vorsitzende Heidi Fischer

Wald - Walbertsweiler - Ohne die Wahl eines Vorsitzenden schloss die Hauptversammlung des Vereins zur Brauchtumspflege VzB Walbertsweiler. Keiner der vier vorgeschlagenen Kandidaten war bereit, das Amt zu übernehmen. Heidi Fischer, seit 13 Jahren Vorsitzende des VzB, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Diese Entscheidung hatte sie bereits vor zwei Jahren angekündigt. „Es liegt ein harter Abend vor uns“, sagte sie schon bei der Eröffnung der Versammlung. Bei ihr sei „die Luft raus“, begründete sie ihren Rückzug. Dennoch wolle sie keinen einzigen Tag missen, den sie den Verein geführt habe. Auch ihre Beteuerung, dass die Arbeit im Vorstand hervorragend organisiert sei und alle „an einem Strang ziehen“, konnte keinen der Anwesenden überzeugen, sich der Wahl zu stellen. Auch nicht die Aussage von Bürgermeister Werner Müller: „Der Verein ist ein wahnsinniges Aushängeschild nach außen. Ich hoffe, dass das noch viele Jahre so bleibt.“ Nun soll es bald nach der Fasnet einen neuen Termin für eine außerordentliche Versammlung geben, in der Hoffnung, dass sich bis dahin jemand „ein Herz gefasst hat“ und den Verein weiter führt.

Die übrigen Regularien der Hauptversammlung konnten zügig abgearbeitet werden. So konnte Wolfgang Burth einen ausgewogenen Kassenstand verkünden und Schriftführerin Michaela Burth von einem aktiven Vereinsjahr berichten.

Der Leiter des Fanfarenzuges, Stefan Burth, wünschte sich für 2012, dass „wieder alle an einem Strang ziehen“. Zwar sei der Probenbesuch oft problematisch, dennoch habe man es wieder geschafft zu spielen und gemeinsam aufzutreten. Die rund 30 Aktive bewältigten 19 Auftritte, von diversen Narrentreffen über Geburtstagsfeiern bis zu örtlichen Festen und Ringproben. In diesem Jahr wird der Walbertsweiler Fanfarenzug 

Mit Blumen dankte die stellvertretende Vorsitzende Beatrix Müller (links) der scheidenden Vorsitzenden Heidi Fischer und der bisherigen Schriftführerin Michaela Burth (rechts).
Bild: Beicht

30 Jahre alt. Dies soll im Rahmen des Walder Dorffestes mit einem Freundschaftstreffen gefeiert werden. „Neue Mitglieder täten uns gut“, schloss Burth seine Ausführungen.

In seinem Grußwort betonte Werner Müller die gute Arbeit des Vorstandteams in den vergangenen Jahren und hob nochmals die Bedeutung des Vereins hervor: „Die dörfliche Kultur würde einiges verlieren, gäbe es den VzB nicht mehr“.

Deutlich einfacher verlief die Wahl der neuen Schriftführerin: Zur Nachfolgerin von Michaela Burth wurde Marina Fröhlich gewählt. Carola Marquart, seit zehn Jahren Pressewartin, macht ihr Amt weiter.

Als nächster Termin steht am 10. Februar der Nachtumzug an, zu dem 39 Anmeldungen vorliegen. In diesem Jahr gilt es, höhere Auflagen zu erfüllen, wie das Einzäunen des Geländes um die Halle, was für alle Mitglieder mehr Arbeitseinsätze bedeutet. In der Fasnet selbst stehen zehn Termine auf dem Programm, plus eine Ausfahrt am 26. Februar zum Funken nach Hauingen.


 
 

Gudrun Beicht, Südkurier Pfullendorf, 09.01.2012