> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 03. März 2014
 

Närrisches Getöse in Walbertsweiler

Dorffasnet mit lauten Hemd glonkern, gruseligen Vampiren und dem traditionellen Dorfhock mit Programm

Die Hemdglonker zogen mit lautem Krach durchs Dorf. Alle kleinen Hemdglonker wurden mit einem Preis belohnt.
Bild: Restle

Wald-Walbertsweiler - Entgegen ihrer Natur machten sich einige Vampire und andere Narren in Walbertsweiler bereits im Morgengrauen auf zum gemeinsamen Narrenfrühstück und folgten damit der Einladung der Familie Bosch ins Dorfgemeinschaftshaus. Über die Dorffasnet berichtet Pressewartin Carola Marquart vom VZB Walbertsweiler in einem Pressetext. Gestärkt gingen die Männer los in den Wald, um den Narrenbaum zu schlagen.

Beim Umzug durchs Dorf mit dem Fanfarenzug wurden die kleinen und großen Narren an vielen Stationen mit Süßem, Selbstgebackenem und Getränken versorgt. Nach dem Narrenbaumstellen führte die Jugendgruppe des Roten Kreuzes ein lustiges Kinderprogramm auf. Es gab Sketche, Tänze und Spiele, organisiert und einstudiert von Conny Stump. „Du bisch koin Mensch, du bisch koi Tier – du bisch en hässlicha Vampir!“ So lautete das Motto des traditionellen bunten Walbertsweiler Dorfhocks, der vom Verein zur Brauchtumspflege, den Brückelern und der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltet wurde.

Ina Jerg stieg aus ihrem Sarg und führte durch ein abwechslungsreiches Programm. Die beiden Vampire Sarah Fecht und Patrick Wachter stellten das Narrenbuch vor und berichteten über so manches Missgeschick. 

Von Charly Fecht zum Beispiel, der bei Ebay eine Jacke verkaufte, die ihm nicht gehörte. Die Brückeler Cedric Wenzler, Jonas Engel, Dominik Hafen, Hannah und Werner Jerg  gaben anschließend einen gespielten Witz zum Besten. „Etz isches zeah noch dreiviertel zwelfe“, erklärte Jürgen Marquart, der „Schreiner vom Bollegg“ dem neu Zugezogenen Stephan Pattberg, der darauf bestand, dass es doch 11.55 Uhr sei. Auch Ina Jerg half mit, dem Hochdeutsch sprechenden „Neu-Walbertsweiler“ die schwäbische Lebensart und Sprache nahezubringen. Der Saal tobte, als Arthur Fecht als originalgetreue Statue einer Walbertsweiler Persönlichkeit aus der Schreinerwerkstatt geschoben wurde.

Ein fetziger Tanz auf „Thriller“ von Michael Jackson, dargeboten von den Tänzerinnen Sabrina und Tamara Günther, Annkathrin Röder, Vanessa Droxner, Lisa Römischer und choreografiert von Marie Pattberg, erntete viel Applaus. Die drei Jägerinnen Katja Blum, Desirée Künstle und Conny Fecht brachten mit ihrem Jägerlatein die Stimmung im Saal zum Kochen. Für viel Gelächter sorgte auch Michael Wenzler als neuer „Stadtsheriff“ der Gemeinde Wald. Zum Schluss wurde der Narrenbaum durch den „Fürsten der Finsternis“, Jochen Stefan, verlost. Elmar Restle freute sich über den Hauptgewinn.


 
 

Carola Marquart, Südkurier Pfullendorf, 03.03.2014