> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 17. Februar 2015
 

Gaudi auf der Gass und beim Dorfhock

Narren feiern ausgelassen mit Sketchen, Liedern und bei Umzug

Wald-Walbertsweiler - Schaurig-schön mit Fledermäusen und Spinnweben war das Walbertsweiler Dorfgemeinschaftshaus geschmückt, passend zum Motto des bunten Dorfhocks, zu dem der Verein zur Brauchtumspflege, die Brückeler und die Freiwillige Feuerwehr eingeladen hatten. Das teilt Pressewartin Carola Marquart vom VzB Walbertsweiler mit. Ina Jerg führte in bewährter Weise als „Vampir-Polizist“ durch ein abwechslungsreiches Programm. Das Narrenbuch, geschrieben von Artur Fecht und Eli Specker und vorgetragen von Sarah Fecht und Patrick Wachter, erzählte von diversen Missgeschicken und Begebenheiten des vergangenen Jahres. Als Straßenbauarbeiter unter der Dorflinde in der Heidengasse berichteten die beiden zum Beispiel von hinterlassenen Hundehaufen, die Bernhard Specker mit Leuchtfarbe markierte, um die Besitzer darauf aufmerksam zu machen. Oder von Werner Jerg, der seine Freundin mit Opas großem Bagger ins Schnellrestaurant nach Pfullendorf ausführte, weil sein Moped defekt war.

Danach führten Anna Haug, Elena und Hannah Jerg, Linda Specker und Julia Marquart unter der Leitung von Marie Pattberg einen fetzigen Tanz auf. „Die Brandsalbe“ lautete der Titel eines Sketches, gespielt von Sarah Fecht, Patrick Wachter und Stefan Pattberg. Seine geheimsten Träume vertraute Michael Wenzler als Bastl seiner Angetrauten Elsbeth (Conny Fecht) an. Dabei wurde deutlich, dass die beiden nach langjähriger Ehe nicht mehr in jeden Fall einer Meinung waren. Luzia Halmer als Seniorin mit Rollator erzählte von den Widrigkeiten ihrer Reise in die Kreisstadt Sigmaringen. Unter anderem machte sie die Erfahrung, dass es bei McDonald's keine sauren Kutteln mit „Bratherdepfel“ gibt.

Tosenden Beifall erhielten die „Lindenlerchen“ Katharina Restle, Carolin und Patrick Schrempp, Desiree Künstle und Gerhard Löffler an der Gitarre mit ihrem Lied „Aber mir roichts wenn I woiß dass I kennt wenn I wett“. Dass es nicht einmal im Ost-Kaufhaus Konsum ein kariertes

 

Viele Hemdglonker trafen sich in Walbertsweiler, um lärmend durchs Dorf zu ziehen. Alle kleinen Hemdglonker wurden mit einem Preis belohnt. 
Bild: Privat

Linienpapier oder einen Globus von Dresden zu kaufen gibt, zu dieser Erkenntnis kamen Ina Jerg, Luzia Halmer und Jürgen Marquart. Zum Schluss gab es eine große Verlosung mit vielen Preisen, moderiert von „Putzfrau“ Jochen Stefan. Alfons Häusler freute sich über den Hauptgewinn, er bekommt den Narrenbaum nach der Fasnet von seinen Feuerwehrkameraden frei Haus geliefert. Der Musiker Daniel Keller verstand es hervorragend, die fröhliche Narrenschar noch lange zum Schunkeln, Singen und Tanzen zu bewegen.

Die Walbertsweiler Fasnet startete bereits am frühen Morgen mit dem Narrenfrühstück, das traditionell von Familie Bosch ausgerichtet wird. Beim Umzug durchs Dorf wurden die kleinen und großen Narren an vielen Stationen mit Süßem, Selbstgebackenem und Getränken versorgt. Nach dem Narrenbaumstellen bot die Jugendgruppe des Roten Kreuzes ein lustiges Kinderprogramm an.

 


 
 

Carola Marquart, Südkurier Pfullendorf, 17.02.2015